Das neue Wirtschaftswunder: Echt Grün. Echt stark.

Die Schweiz muss ihren ökologischen Fussabdruck drastisch reduzieren. Dieses Ziel verfolgt die Initiative für eine Grüne Wirtschaft, welche die Grünen am Samstag an ihrer Delegiertenversammlung in Winterthur lanciert haben. Neben diesem Anliegen und dem Anti-AKW-Engagement setzt die Grüne Partei im Wahljahr weitere Schwerpunkte zugunsten einer solidarischen Gesellschaft und einer weltoffenen Schweiz. Nachzulesen sind alle Ziele und Forderungen in der ebenfalls am Samstag verabschiedeten Wahlplattform.

"Umweltpolitik ist Wirtschaftspolitik. Unsere Initiative nimmt sich der grössten Misswirtschaft an: der Übernutzung der Erde", sagte Bastien Girod, Nationalrat aus Zürich und Präsident der Arbeitsgruppe, welche den Initiativtext erarbeitet hat. Denn "eine Welt, deren Bevölkerung sich verhält, als verfüge sie über die Ressourcen von mehreren Planeten, ist eine Welt, die dem Untergang geweiht ist", warnte Präsident Ueli Leuenberger.

Die Volksinitiative für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft) packt die Umwelt-, Gerechtigkeits- und Wirtschaftsprobleme an der Wurzel. Sie fordert den radikalen Umbau der heutigen Wegwerfwirtschaft zu einer umweltfreundlichen und gerechten Kreislaufwirtschaft.

Wir haben nur eine Erde

Das Ziel der Initiative ist, den ökologischen Fussabdruck der Schweiz bis 2050 umgerechnet auf eine Erde zu reduzieren. Das bedeutet, dass ihre Gesamtumweltbelastung auf ein global verträgliches Mass verringert werden soll. Die Initiative ergänzt dieses Ziel mit einem verbindlichen Vorgehen und den dazu notwendigen Instrumenten. Der Initiativtext sowie ein Argumentarium und detaillierte Erläuterungen sind auf www.gruene.ch zu finden.

Neben ihrer Initiative und der am letzten Dienstag vorgestellten Kampagne gegen neue Atomkraftwerke steht die Grüne Partei ein für eine intakte Umwelt, eine solidarische Gesellschaft und eine weltoffene Schweiz. Die zehn Programmschwerpunkte der Grünen für die kommenden vier Jahre sind in der Wahlplattform in Kürze aufgeführt. Sie sind zusammen mit der ausführlichen Wahlplattform 2011 ebenfalls auf www.gruene.ch zu finden.

Graubünden und Appenzell
Dass die Grünen fit sind für die Wahlen, zeigt sich in ihrem ständigen Wachstum. Neu als Vollmitglieder aufnehmen durften die Delegierten am Samstag das Grüne Appenzellerland (GRAL) sowie Verda – Grünes Graubünden.

Die Delegierten bekräftigten zudem ihr Ja zur Initiative für den Schutz vor Waffengewalt. Der Vorstand der Partei hatte die Ja-Parole bereits im November beschlossen.