Grüne Wirtschafts-Initiative ab heute in UREK-S

Der ökologische Fussabdruck der Schweiz soll sinken. Das fordert die Initiative für eine Grüne Wirtschaft, die heute zum ersten Mal in der ständerätlichen Umweltkommission (UREK-S) behandelt wird.

Die Volksinitiative „Für eine ressourceneffiziente und nachhaltige Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)“ wird heute zum ersten Mal im Parlament behandelt. Bei einer Anhörung in der UREK-S stellen Bastien Girod und Adèle Thorens für das Initiativkomitee die Initiative vor.

Ökologischen Fussabdruck reduzieren
„Der Umbau von unserer Wegwerf- zu einer Kreislaufwirtschaft ist sowohl eine wirtschaftliche Notwendigkeit als auch eine Chance und betrifft alle Wirtschaftsbereiche“, so Bastien Girod. Derzeit beanspruchen wir natürliche Ressourcen als stünden uns drei Planeten zur Verfügung. Das ist alles andere als nachhaltig, denn unsere Wirtschaft und unsere Lebensqualität hängen direkt von funktionierenden Ökosystemen ab. Die Initiative will den ökologischen Fussabdruck der Schweiz daher von heute drei auf eine Erde reduzieren. Für die Schweizer Wirtschaft stellt das eine Chance dar, innovativer und damit international wettbewerbsfähiger zu werden.

Abschied nehmen vom Wachstumszwang

Um den ökologischen Fussabdruck zu reduzieren, muss die Schweiz ihr Wirtschaftsmodell ändern und Abschied nehmen von einer einseitigen Fokussierung auf Wachstums- und Profitmaximierung. Effizienzverbesserungen allein genügen nicht. Auch wenn unsere Fortbewegungsmittel technisch effizienter geworden sind, führt der Trend zur höheren Mobilität weiterhin zum Fortschreiten des Klimawandels. Auch der Berg unserer Computer, Smartphones und Haushaltsgeräte wächst ständig weiter, nicht zuletzt weil sie immer kurzlebiger werden.

Das verschlechtert unsere Ökobilanz und erhöht die Umweltbelastung unseres Konsums in der Schweiz sowie im Ausland. Die Initiative für eine Grüne Wirtschaft stellt diesen Entwicklungen ein Modell der nachhaltigen Ressourcenverwendung entgegen, gemäss der Devise „Qualität statt Quantität“. Im Zentrum steht die Verbesserung unserer Lebensqualität bei sinkendem Konsum und Ressourcenverbrauch.

Die UREK-S eröffnet voraussichtlich im Mai 2014 die Detailberatungen zur Revision des Umweltschutzgesetzes, welche als indirekter Gegenvorschlag zur Volksinitiative dient.