Kein Freihandel mit Palmöl!

Die Kommissionsmotion ist ein fauler Kompromiss. Palmöl muss aus den Freihandelsabkommen mit Malaysia und Indonesien ausgeschlossen werden. Nur so kann der weiteren Zerstörung der Regenwälder durch Palmölkonzerne und dem Landraub entgegengewirkt werden.

Maya Graf zum Palmöl in den Freihandelsabkommen mit Malaysia und Indonesien

Morgen berät der Ständerat verschiedene Vorstösse zum Palmöl im Zusammenhang mit den Freihandelsabkommen mit Malaysia und Indonesien. Die GRÜNEN fordern, dass das Palmöl von den Freihandelsabkommen ausgenommen wird und rufen den Ständerat auf, die entsprechende Standesinitiative aus dem Kanton Genf zu überweisen.

Die Motion der Aussenpolitischen Kommission des Ständerats führt trotz guter Absichtserklärungen zu noch mehr gesundheitlich fragwürdigen Palmölimporten und erhöht den Druck, mehr Palmöl zu produzieren. Mit fatalen Folgen für Mensch und Umwelt: Für Palmölplantagen werden Regenwälder abgebrannt, Menschen vertrieben und ihrer Felder beraubt. Unzählige Menschen und Tiere verlieren dadurch ihre Lebensgrundlage. Dies widerspricht den Nachhaltigkeitszielen der UNO, welche gemäss Bundesrat die Grundlagen der Schweizer Handelspolitik bilden. Kurz nach der Ablehnung der Fair-Food-Initiative wird sich zeigen, wie ernst es den ablehnenden Parteien und dem Bundesrat mit ihren Versprechungen ist.