Beginn Vernehmlassung zur Koexistenzregelung bei Gentech-Pflanzen

Grüne lehnen Koexistenzregelung bei Gentech-Pflanzen ab

Für die Grünen ist klar: es braucht keine Regelung für die Koexistenz zwischen konventionellen und Gentech-Kulturen, weil es keine Gentech-Pflanzen in der Schweiz braucht. Stattdessen fordern sie ein gesetzliches Gentech-Verbot, welches nach Ablauf des Gentech-Moratoriums 2017 in Kraft treten soll. Sollte die Koexistenzregelung im Parlament beschlossen werden, muss das Volk das letzte Wort haben.

Gentech-Pflanzen bieten der Schweizer Landwirtschaft keinen offenkundigen Vorteil. Das hat bereits das Nationale Forschungsprogramm (NFP) 59 ergeben. Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) werden von den Konsumentinnen und Konsumenten abgelehnt. Die Schweiz hat im internationalen Vergleich hohe Standards für Landwirtschaftsprodukte. Stichworte sind gentechfrei, biologisch und in Einklang mit dem Tierwohl. Nach Ansicht der Grünen muss diese Qualität verbindlich sichergestellt sein. Die Koexistenzregelung steht in direktem Widerspruch zu dieser Qualitätsstrategie.

Gentech in der Landwirtschaft gesetzlich verbieten
Statt in der Landwirtschaft gentechnisch veränderten Organismen (GVO) nach Ablauf des Gentech-Moratoriums Tür und Tor zu öffnen, fordern die Grünen das definitive Gentech-Verbot im Landwirtschaftsgesetz. Sollte die Revision des Gentechgesetzes, mit der die die Koexistenzregelung eingeführt wird, in den eidgenössischen Räten angenommen werden, werden die Grünen das Referendum dagegen ergreifen.