Koexistenzregelung: Grüne sind bereit für Referendum

Die Grünen lehnen Gentech in der Landwirtschaft ab. Deshalb braucht es auch keine Regelungen für ein Nebeneinander von konventionellen und gentechnisch veränderten Pflanzen. Stattdessen fordern die Grünen vom Bundesrat eine neue Vorlage, welche ein Gentech-Verbot in der Landwirtschaft verankert. Sollte die Koexistenzregelung im Parlament beschlossen werden, muss das Volk das letzte Wort haben.

Für die Grünen ist klar: Für den Anbau von Gentech-Pflanzen fehlt in der Schweiz die gesellschaftliche Akzeptanz. Schon mehrfach hat sich gezeigt, dass die Bevölkerung Lebensmittel mit genveränderten Organismen (GVO) ablehnt. Das Parlament verlängerte zudem erst kürzlich das Gentech-Moratorium bis Ende 2017.

Das ist auch richtig, denn um die im internationalen Vergleich hohen Standards für Agrarprodukte beibehalten zu können, braucht es eine gentechfreie Landwirtschaft. Dies sieht auch die schweizerische Land- und Ernährungswirtschaft in ihrer „Qualitätsstrategie“ so. Ausserdem wäre der Aufwand für die Umsetzung der Koexistenz so gross, dass sich diese wirtschaftlich nicht lohnen würde.

Am 15. Mai läuft die Vernehmlassungsfrist zu den vom Bundesrat vorgeschlagenen Regelungen ab. Sollte die Revision des Gentechgesetzes, mit der die Koexistenzregelung eingeführt wird, in den eidgenössischen Räten angenommen werden, muss das Volk das letzte Wort haben.