Villigers Abgang ermöglicht Neuausrichtung der UBS

Kaspar Villiger tritt als Verwaltungsratspräsident der UBS früher ab als geplant. Die Grüne Partei begrüsst diesen Entscheid. Nun braucht es eine Zukunftsstrategie, um die Bank auf Kurs zu bringen.

Die Grünen begrüssen den vorzeitigen Abgang von Kaspar Villiger als Verwaltungsratspräsident der UBS. Es ist ihm während seiner Amtszeit nicht gelungen, die Bank glaubwürdig auf einen neuen Kurs zu bringen und die Risiken des Investment Banking ernsthaft zu senken.

Die Grünen erwarten von der neuen Führung eine Fokussierung auf die Kerngeschäfte der Bank, namentlich die Vermögensverwaltung. Die Risikobereiche des Investment Bankings sind weiter zu verkleinern. Die Bank muss sich zu einer konsequenten Weissgeldstrategie verpflichten, das Trennbanken-System einführen und auf überrissene Boni-Zahlungen verzichten.

Stärkere Regulierung nötig
International tätige Banken müssen aus Sicht der Grünen stärker reguliert werden. Ansonsten werden soziale Ungleichgewichte begünstigt und das realwirtschaftliche und gesellschaftliche Gefüge gefährdet.

Die Regulierung der Banken alleine wird jedoch nicht ausreichen. Für ein besseres Risikomanagement braucht es auch klare und verbindliche Regeln für die Finanzprodukte und deren Handel. Insbesondere kurzfristige Wetten wie Daytrading und besonders riskante Produkte wie Derivate müssen besser reguliert werden.

All diese Forderungen sind auch im Positionspapier zur Finanzmarktpolitik enthalten, welches die Grünen am Samstag an ihrer Delegiertenversammlung in Bern diskutieren werden.