Nein zum 24 Stunden-Arbeitstag – für die Lebensqualität

Nein zum 24 Stunden-Arbeitstag – für die Lebensqualität

Die Grünen sind Mitglied der Sonntagsallianz, welche heute das Referendum gegen die Verschlechterung des Arbeitsgesetzes lanciert. Das Parlament will bei Tankstellenshops den 7x24-Stunden-Betrieb einführen. Damit droht ein Dammbruch für den ganzen Detailhandel. Die Aushöhlung des Arbeitsgesetzes hat Folgen für alle Branchen und mindert die Lebensqualität für alle.

Am 14. Dezember2012 hat die bürgerliche Parlamentsmehrheit beschlossen, die Ladenöffnungszeiten bei Tankstellenshops zu deregulieren und damit erstmals den 7x24-Stunden-Arbeitsbetrieb im Detailhandel einzuführen. Damit werden die gesundheitsschädigende Nachtarbeit und die Sonntagsarbeit ausgedehnt. Die Sonderregelungen für die Tankstellenshops erhöhen einerseits den Liberalisierungsdruck im Detailhandel und setzen andererseits die ganze Branche unter Druck. Die Grünen fordern, dass die Nacht und der Sonntag für Erholung, Freizeit, Familie und Freunde reserviert sind und beteiligen sich am Referendum, das heute gestartet wird.

Nacht- und Sonntagsarbeit schränkt Familienzeit ein
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen in Tankstellenshops neu auch sonntags und in der Nacht bewilligungsfrei beschäftigt werden können. Da die Angestellten oft keine Entscheidungsfreiheit über ihre Arbeitszeiten haben, sind auch viele Arbeitnehmende mit Familienverantwortung betroffen. Nacht- und Sonntagsarbeit schränkt deren Familien- und Betreuungszeit ein. Dies widerspricht einer modernen Familienpolitik.

Gegen die Zunahme des motorisierten Einkaufsverkehrs
Die Änderung des Gesetzes wird aufgrund der Sonderregelungen zu einer Zunahme von Tankstellenshops und zu einer Zunahme des motorisierten Einkaufsverkehrs führen, dies vor allem auch in lärmsensiblen Nachtzeiten. Aus grüner Sicht muss diese auch verkehrspolitisch falsche Weichenstellung verhindert werden.