Grüne lehnen absurden Ausbau der Nationalstrasse ab

Die Grünen lehnen das Engpassbeseitigungs-Projekt Andelfingen-Winterthur entschieden ab. Sie rufen auch die bürgerlichen Parteien dazu auf, es ihnen gleich zu tun. Das Projekt führt zu zusätzlichen Staus, konkurriert den öffentlichen Verkehr und torpediert den demokratisch beschlossenen Kulturlandschutz im Kanton Zürich.

Der Nationalstrassenausbau Andelfingen-Winterthur ist ein besonders absurdes Projekt im Ausbau-Programm. Die Grünen fordern auch die bürgerliche Mehrheit des Parlaments dazu auf, ihrem Streichungsantrag Folge zu leisten. Dies aus drei Gründen:

  1. Ausbau-ÖV: Der Zürcher Verkehrs-Verbund baut das ÖV-Angebot in der Region gezielt aus. Diese Investition wird mit der Ausweitung der Nationalratstrasse um zwei Spuren torpediert.
  2. Kulturland: Im Zürich hat sich die Mehrheit der Bevölkerung für einen besseren Schutz des Kulturlandes entschieden. Mit dem Engpassbeseitigungs-Projekt gehen viele Hektaren Kulturland verloren.
  3. Keine Staureduktion: Der isolierte Ausbau eines Zubringers wird den Stau auf der Strasse nicht reduzieren, sondern erhöhen.

Der Züricher Nationalrat Bastien Girod wird aus diesem Grund einen Streichungsantrag für das Projekt Andelfingen-Winterthur einreichen. Die knappen Finanzmittel sollen wirksamer eingesetzt werden.
 
Nachhaltige Mobilität statt neue Strassen
Auch aus übergeordneten Gründen lehnen die Grünen den Bundesbeschluss zur zweiten Periode der Engpassbeseitigung im Nationalstrassennetz ab. Der motorisierte Verkehr verbraucht heute einen Drittel des Gesamtenergiebedarfs und ist für einen Drittel der CO2-Produktion verantwortlich. Er verursacht zudem gravierende Lärmbelastungen, und der Allgemeinheit fallen immer höhere externe Kosten an. Gemäss Prognosen des Bundes werden sich diese Probleme in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Die Grünen fordern als Gegenmassnahme eine konsequente Politik der Verkehrsvermeidung und die Verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsmittel.