Resolution für die Berggebiete

Das Co-Präsidium der Grünen Partei der Schweiz hat heute einen Resolutionsentwurf mit grünen Lösungen für die Berggebiete verabschiedet. Diese Resolution soll der Delegiertenversammlung vom 24. August in Visp zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Grünen sind überzeugt, dass die Annahme der Lex Weber in den Bergen als Chance für eine nachhaltigere Entwicklung genutzt werden kann. Dazu sind gezielte Massnahmen nötig. Die Resolution nimmt Forderungen zur Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative auf, welche die grüne Fraktion in der Sommersession in einem Postulat eingereicht hat.

Nachhaltige Entwicklungsperspektiven für die Berggebiete

Die Grünen sind überzeugt, dass die Annahme der Lex Weber eine Chance für eine nachhaltigere Entwicklung in den Bergen bedeutet. Sie wollen die Regionalpolitik stärker an der Nachhaltigkeit ausrichten, den Klimaschutz vorantreiben und den alpenquerenden Verkehr endlich auf die Schiene bringen. Das Co-Präsidium der Grünen Partei der Schweiz veröffentlicht heute einen Resolutionsentwurf, den er der Delegiertenversammlung Ende August in Visp vorlegen will.

Die Bergregionen geraten durch den Strukturwandel, den Alpentransit und die Klimaerwärmung zunehmend unter Druck. Im Auftrag der Geschäftsleitung hat das Co-Präsidium der Grünen Schweiz, Regula Rytz und Adèle Thorens, daher an seiner heutigen Sitzung einen Resolutionsentwurf mit Entwicklungsperspektiven und Lösungsansätzen für die Berggebiete verabschiedet. Dies auch als Antwort auf die Zweitwohnungs-Initiative, welche die Berggebiete vor grosse Herausforderungen stellt.

„Die Alpen sind ein idealer Standort für die die Produktion von grünem Strom. Neben der Wasserkraft gewinnen die Sonnen- und Windkraft an Bedeutung. Die Energiewende ist daher eine Chance für die Bevölkerung der Berggebiete“, sagt Regula Rytz. Die Grünen fordern ein Gebäudeprogramm speziell für die Hotel- und Tourismusinfrastruktur in den Alpen. Sie engagieren sich zudem für den landschaftsverträglichen Bau neuer und den Ausbau bestehender Anlagen zur Produktion von erneuerbaren Energien.

Auch im nachhaltigen Tourismus und in der Berglandwirtschaft orten die Grünen Entwicklungspotential. Um dieses voranzutreiben, wollen sie die Regionalpolitik stärker an der Nachhaltigkeit ausrichten, den Klimaschutz vorantreiben und den alpenquerenden Verkehr endlich auf die Schiene bringen. Durch den Verzicht auf den Bau einer zweiten Gotthardröhre kann der ÖV in den Berggebieten besser gefördert werden.

Die Grüne Fraktion hat in der Sommersession ein Postulat eigereicht, in dem sie den Bundesrat auffordert, flankierende Massnahmen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in den von der Lex Weber betroffenen Regionen zu prüfen.

Die Resolution soll an der Delegiertenversammlung von 24. August in Visp unter Einbezug der Grünen Expertinnen und Experten aus den Berggebieten diskutiert und verabschiedet werden.

Resolutionsentwurf (pdf)