Erster Grüner Alpengipfel in Tschlin (GR)

Grundstein für eine grüne Berggebietspolitik gelegt

Gestern und heute haben die Grünen an einer Alpentagung in bündnerischen Tschlin zusammen mit Umweltorganisationen die gegenwärtigen und kommenden Herausforderungen an die Berggebiete diskutiert. Besonderer Handlungsbedarf wurde dabei in den Bereichen nachhaltiger Tourismus, Energiepolitik, Förderung von Arbeitsplätzen sowie Landwirtschaft und Umweltschutz festgestellt. Die Grünen werden diese Themen in einer Arbeitsgruppe „Alpenpolitik“ weiter verfolgen und bis August in einem Positionspapier konkrete Forderungen und Massnahmen formulieren.

Die Berggebiete stehen vor grossen Herausforderungen: Sie sollen den vielfältigen Ansprüchen des Tourismus genügen. Als Wasserschloss sind sie ein Rückgrat der Energiewende. Und die kleinräumige Landwirtschaft im Gebirge leistet einen wichtigen Beitrag an den Erhalt und den Schutz einmaliger Landschaften und Naturräume. Damit soll die regionale Wertschöpfung verbessert werden. An einer Alpentagung in Tschlin im Unterengadin – dem geographischen Mittelpunkt der Alpen – haben die Grünen beschlossen, die Zusammenarbeit innerhalb des Berggebietes untereinander und mit den Alpenschutz- und Umweltorganisationen zu vertiefen und auf nationaler, internationaler, kantonaler und lokaler Ebene eine gemeinsame nachhaltige Berggebietspolitik zu formulieren.

Zur Alpentagung eigeladen haben VERDA-Grünes Graubünden. Teilgenommen haben 15 Vertreterinnen und Vertreter der Grünen Schweiz – darunter Co-Präsidentin und Nationalrätin Regula Rytz und Nationalrat Bastien Girod – der Grünen Wallis, Uri und Tirol sowie Vertreterinnen und Vertreter von WWF, Pro Natura, der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, der Alpeninitiative, der CIPRA, Mountain Wilderness sowie der Alpenkonvention.