Weltweite Situation erfordert radikale Massnahmen

Schluss mit zaudern: Der IPCC-Bericht zum Weltklima ist alarmierend. Die Situation ist schlimmer als erwartet: Das Zwei-Grad-Ziel kann nur noch mit radikalen Massnahmen erreicht werden. Die Grünen fordern den Bundesrat auf, den Treibhausgas-Ausstoss der Schweiz bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren.

Die Grünen fordern den Bundesrat auf, jetzt alle zu seiner Verfügung stehenden Mittel einzusetzen. Das CO2-Gesetz ermöglicht es ihn, das Klimaziel für 2020 von 20 bis 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu verschärfen. Die Grünen schlagen vor, 25 von diesen 40 Prozent im Inland zu reduzieren. Dieses prioritäre Ziel muss mit nationalen Massnahmen zur CO2-Reduktion angegangen werden, und nicht mittels Zukauf von Zertifikaten. Die CO2-Abgabe ist umgehend auf Treibstoff auszuweiten. Der IPCC-Bericht hat Alarm ausgelöst. Der Bundesrat muss aufhören, tatenlos zuzusehen, und soll endlich Mut zeigen und handeln.

Die Entwicklungsländer direkt unterstützen
Die Schweiz muss aktiv in den Entwicklungsländern am Abbau der Treibhausgas-Emissionen mitanpacken. In der Tat sind dies auch die Länder, die von den ersten dramatischen Auswirkungen des Klimawandels hart getroffen wurden. Die Grünen schlagen vor, die restlichen 15 der 40 Prozent des gemessenen Schweizerischen Ausstosses im Ausland zu reduzieren. Der Zukauf von CO2-Zertifikaten ist nicht das einzige Instrument in den Händen des Bundesrats: Er muss den Technologietransfer und die gezielten Entwicklungshilfe-Projekte fördern.

Der Bundesrat muss die Dringlichkeit der Lage endlich begreifen. Die Auswirkungen des Klimawandels werden für Gesundheit, Landwirtschaft und am Ende auch für die Wirtschaft dramatisch sein. Den CO2-Ausstoss in der Schweiz zu reduzieren bedeutet nicht nur ein Eindämmen der Auswirkungen der Klimaerwärmung, sondern schafft auch neue Arbeitsplätze.