Vorstand der Grünen für die Atomausstiegsinitiative

An der heutigen Sitzung in Bern hat sich der Vorstand der Grünen Schweiz einstimmig für die Lancierung der Initiative ausgesprochen, die bis 2024 den definitiven Ausstieg aus der Atomenergie verlangt. Er empfiehlt der Delegiertenversammlung vom 9. April 2011 das Projekt gut zu heissen und die Unterschriftensammlung im Mai zu starten. Der Initiativtext ist bereits zur Vorprüfung bei der Bundeskanzlei eingereicht worden. Die Grünen wünschen eine möglichst breite Allianz für den Atomausstieg und die Unterstützung der Initiative.

Die Katastrophe von Fukushima beweist leider, was die Experten seit langem wissen: Die Atomenergie ist die gefährlichste, teuerste und komplizierteste Technologie, um Elektrizität zu erzeugen. Die Atomkraftwerke sind äusserst teuer im Bau, in der Nutzung und im Rückbau. Das Problem der Atomabfälle ist bis heute ungelöst. Der Vorstand der Grünen empfiehlt der Delegiertenversammlung eine Initiative gutzuheissen, welche einen Ausstieg aus der Atomenergie bis ins Jahr 2024 fordert. Die ältesten AKW in Mühleberg und Beznau müssen so schnell wie möglich vom Netz genommen werden. Die anderen Atomkraftwerke sollen spätestens nach 40 Betriebsjahren abgeschaltet werden oder früher, sofern die Sicherheitssituation dies erfordert.

Sparmassnahmen, Effizienz und erneuerbare Energien
Die Grünen haben eine Agenda basierend auf der Wirtschaftlichkeit der Energieproduktion, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien erarbeitet. Sie haben auf Zahlen hingewiesen, die belegen, dass die Schweiz ihre fünf AKW bis 2024 abschalten kann. Der Atomausstieg ist eine Frage des politischen Willens und die Bevölkerung muss eine sichere und saubere Energiezukunft wählen können. Dies ermöglicht die Atomausstiegsinitiative, welche heute vom Vorstand der Grünen Schweiz gut geheissen wurde. Die Delegiertenversammlung muss jetzt am 9. April in Basel grünes Licht geben, bevor die Initiative voraussichtlich im Mai lanciert werden kann.