Pseudo-Einigung der Stromkonzerne

Die heute publik gemachte Einigung der drei Stromkonzerne Axpo, Alpiq und BKW über die Planung neuer AKW ist den Grünen suspekt. Ihrer Ansicht nach handelt es sich dabei um einen alibimässigen Schulterschluss im Hinblick auf die Abstimmungen in den Kantonen Bern, Waadt und Jura 2011. Für die Grünen ist der einzig gangbare Weg, aus der Atomenergie auszusteigen, die erneuerbaren Energien zu fördern und die Energieverschwendung zu reduzieren.

Die Bernerinnen und Berner stimmen am 13. Februar 2011 darüber ab, ob sich der Kanton beim Bund für oder gegen ein neues AKW am Standort Mühleberg aussprechen soll. Auch in den Kantonen Waadt und Jura soll die Bevölkerung im Verlaufe des Jahres über eine positive oder negative Stellungnahme ihres Kantons abstimmen.

Der heute kommunizierte Schulterschluss der Stromkonzerne ist mit den Abstimmungen nicht koordiniert und dient lediglich dazu, dem Volk vorzugaukeln, dass die Konzerne geeint sind. Dabei geht es ihnen in erster Linie um die betriebswirtschaftliche Gewinnmaximierung. Gewinnen kann die Bevölkerung aber nur, wenn die Stromkonzerne auf erneuerbare Energien setzen und aus dem Atomstrom aussteigen.

Erneuerbare statt Atom
Die Grünen lehnen den Bau neuer AKW ab und fordern, dass die alten Meiler schrittweise ausser Betrieb genommen werden. Denn sie stellen ein Klumpenrisiko dar. Sie sind gefährlich, die Uranvorkommen begrenzt, das Atommüllproblem ungelöst.

Die Lösung für Versorgungssicherheit und Krisenbewältigung lautet: Energieeffizienz und Grüner Strom. Erneuerbare Energien sichern die Stromversorgung der Schweiz langfristig und schaffen mehr Arbeitsplätze.