Gegenvorschlag zur AKW-Mühleberg-Initiative ist fahrlässig

Aus Sicherheitsgründen muss das AKW Mühleberg so bald wie möglich abgeschaltet werden. Der heute vom Regierungsrat des Kantons Bern präsentierte Gegenvorschlag zur Initiative „Mühleberg vom Netz“ sieht aber einen Betrieb bis 2022 vor und ist somit völlig ungenügend. 

Die Grünen werden sich auf nationaler Ebene dafür einsetzen, dass die Laufzeiten der AKW auf höchstens 45 Jahre beschränkt werden, wie dies die Atomausstiegsinitiative verlangt. Das AKW Mühleberg müsste demnach spätestens 2017 vom Netz.

Der rasche Atomausstieg mit Laufzeiten von höchstens 45 Jahren ist machbar. Dies haben die Grünen in ihrer Energiestrategie gezeigt. Mit Nachbesserungen bei der Energiestrategie 2050 in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien kann die Schweiz bis 2029 vollständig aus der Atomkraft aussteigen.

Immerhin hat die Berner Regierung erkannt, dass unbefristete Laufzeiten kein gangbarer Weg sind und Bevölkerung und Umwelt unverantwortbaren Risiken aussetzt. Der Entscheid, den Betrieb des AKW Mühleberg bis ins Jahr 2022 weiter zuzulassen zeugt dagegen davon, dass die Berner Regierung die Risiken und Mängel des AKW Mühleberg nicht ernst nimmt.