Ständerat soll Atomausstieg beschliessen

Die Grünen Schweiz wehren sich entschieden gegen die Aufhebung des bisherigen Strassentransitverbotes für Schlachtvieh. In der Vernehmlassungsantwort zur Ver-ordnung über die Ein-, Durch- und Ausfuhr von Tieren und Tierprodukten (EDAV) verlangen sie, dass das Transitverbot und die entsprechenden Zollkontrollen beibehalten werden. Es gilt, Tierquälerei und unsinnige Strassentransporte zu unterbinden.

Bisher ist der Strassentransit für Klauentiere wie Kühe, Kälber, Schweine oder Schafe verboten. Nun soll das Transitverbot klamheimlich aufgehoben werden. Die Grünen wehren sich zusammen mit dem Schweizerischen Tierschutz gegen dieses Ansinnen.

Internationale Schlachtviehtransporte sind aus zwei Gründen unsinnig und verantwortungslos:

  • In riesigen Schlachtviehtransporten werden lebende Tiere durch ganz Europa gekarrt, um, falls sie die Strapazen des Transportes überleben, in einem Schlachthof ihr Leben zu beenden. Diese Tierquälerei steht klar im Widerspruch zur Tierschutzgesetzgebung der Schweiz, die für den Transport zum nächstgelegenen Schlachthof klare zeitliche Beschränkungen vorsieht. Internationale Transporte sind umso unsinniger, als heute der Transport von Fleisch und Fleischprodukten mit Kühlwagen problemlos möglich sind.

 

  • Die qualvolle Reise von Tieren in weit entfernte Länder ist Teil einer unsinnigen und umweltschädlichen Herumkarerei von Waren durch ganz Europa. Noch mehr Strassen, Luftverschmutzung und Lärm sind die Folgen dieser falschen Wirtschafts- und Handelspolitik. Bei diesem Unsinn soll die Schweiz nicht immer mehr mitmachen. Statt dessen gilt es, regionale Kreisläufe zu stärken, konsumentennah und tiergerecht zu produzieren . Und unvermeidliche internationale Transporte gehören wenn immer möglich auf die Schiene.

Zusammen mit dem Schweizerischen Tierschutz STS verlangen die Grünen vom Bundesrat, in der Verordnung am Transiverbot und an den entsprechenden Zollkontrollen festzuhalten.