Sommersession: Bürgerliche dürfen die Hälfte der Bevölkerung nicht länger hinhalten

Die Sommersession steht im Zeichen der Gleichstellung: Gleich zwei Geschäfte stehen auf der Agenda, die für die Frauen in der Schweiz entscheidend sind. Die Grünen fordern von der bürgerlichen Mehrheit, dass sie die Frauen nicht länger warten lässt und endlich einen konsequenten Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit ermöglicht. Es ist die Stunde der Wahrheit für die Hälfte der Bevölkerung.

In der Sommersession wird sich der Ständerat erneut mit dem Gleichstellungsgesetz beschäftigen. Dieses ist und bleibt für die Grünen ungenügend, denn es wird die Lohndiskriminierung nicht ausmerzen. Die Grünen fordern vom Ständerat, dass er sich endlich ohne Wenn und Aber für die Gleichstellung der Frauen einsetzt: Er muss das Gesetz verbindlicher formulieren und die zeitliche Beschränkung aufheben. Das wäre ein kleiner, aber konsequenter Schritt in Richtung Gleichstellung.

Mehr Konsequenz – auch bei Vertretung der Geschlechter
Auch bei der Debatte zur angemesseneren Vertretung der Geschlechter in Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen (Aktienrechtsrevision) müssen Bundesrat und Parlament endlich konsequent Farbe bekennen. Für die Grünen ist klar: Die gerechte Vertretung der Frauen in Führungspositionen ist grundlegend, um der Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt, Politik und Gesellschaft näherzukommen. Der Vorschlag des Bundesrats und der Rechtskommission des Nationalrats (RK-N) ist aber viel zu zaghaft. Nur mit höheren Geschlechter-Richtwerten und Sanktionen bei Nicht-Einhaltung kann die angemessenere Vertretung der Frauen wirklich Realität werden.

Grüne nehmen als weiblichste Fraktion Vorbildfunktion ein
Die Grüne Fraktion nimmt als jüngste und weiblichste Fraktion im Parlament eine Vorbildfunktion für mehr Geschlechtergerechtigkeit ein. Sie wird sich in der Sommersession für die Gleichstellung stark machen und die bürgerliche Mehrheit dazu auffordern, die Gleichstellung von Frauen und Männern endlich verfassungskonform in die Realität umzusetzen. Denn eine Weiterführung der bürgerlichen Hinhaltetaktik ist für die Schweiz beschämend und ein erneuter Schlag ins Gesicht der Frauen.