Grüner Gegenvorschlag zur CVP-Familieninitiative

Die Grünen bekämpfen die CVP-Initiative mit einem Gegenvorschlag

Für die Grünen ist die CVP-Initiative «Für Ehe und Familie» inakzeptabel. Die Grünen haben als erste einen Gegenvorschlag verlangt, der homosexuelle Paare nicht diskriminiert. Diese Forderung findet links wie rechts Unterstützung. Heute und morgen wird die WAK darüber beraten.

Die Familieninitiative der CVP definiert die Ehe als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau und als steuerliche Wirtschaftsgemeinschaft: beides ist aus Sicht der Grünen nicht akzeptabel. Die Grünen werden sich in der vorberatenden Kommission und im Rat für einen Gegenvorschlag einsetzen, der homosexuelle Paare nicht vom Recht auf Ehe ausschliesst. Ausserdem wollen sie mit dem Gegenvorschlag einen Schritt in Richtung Individualbesteuerung gehen. Diese stärkt die Gleichheit von Mann und Frau, weil sie die Erwerbstätigkeit von Frauen fördert.

Die CVP-Initiative «Für Ehe und Familie» trägt den heute breit akzeptierten Partnerschaftsformen nicht Rechnung. Die Grünen waren die ersten, welche die Initiative mit einem Gegenvorschlag bekämpften und haben dazu verschiedene Anträge in der Kommission eingereicht (siehe Medienmitteilung vom 24.2.14 und grüne Interpellation). Darüber wird heute und morgen in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben der Nationalrat (WAK) debattiert.


Grüne wollen, dass alle Familienformen unterstützt werden
Die Grünen anerkennen, dass man Familien mit gezielten und konkreten Massnahmen entlasten muss. Aber sie wollen alle Eltern und Kinder gleichermassen unterstützt sehen. Ob verheiratet, alleinerziehend, in Lebensgemeinschaft oder in gleichgeschlechtlicher Beziehung: Familien sind Familien.