Ein schlechter Zeitpunkt, um Kriegsmaschinerie zu feiern

Ein schlechter Zeitpunkt, um Kriegsmaschinerie zu feiern

Während die Welt des Ersten Weltkrieges gedenkt, organisiert die Schweiz eine Militärflugshow. Die Grünen kritisieren die Organisation der AIR14 in Payerne von Ende August. Sie fordern den Bundesrat auf, keine Länder einzuladen, die aktuell in militärische Konflikte involviert sind und gegen Völkerrecht verstossen.

Am 28. Juli gedenkt Europa des Ersten Weltkrieges und seiner 20 Millionen Opfer. Die Schweiz feiert stattdessen das hundertjährige Bestehen seiner Luftwaffe mit einer grossen Show mit Kampfflugzeugen und -helikoptern. Der geschichtliche und politische Kontext – die Schweizer Luftwaffe entstand im Zug des Ersten Weltkrieges – eignet sich denkbar schlecht für eine solche Feier der Ästhetik und Technik von Kriegsmaschinerien. Auch die aktuellen Konflikte werfen ein schlechtes Licht auf diese Leistungsshow der Flugwaffe.

An der Flugshow AIR14 in Payerne dürfen keine Länder teilnehmen, die in Konflikten und Völkerrechtsverletzungen verwickelt sind. Die Grünen fordern den Bundesrat auf, solche Länder nicht einzuladen. Der Bundesrat soll ebenfalls dafür besorgt sein, dem Ersten Weltkrieg und dem damit verbundenen Leid in Europa an diesem Anlass auch Platz einzuräumen. Gleichermassen erwarten die Grünen in den offiziellen Ansprachen am AIR14 ein klares Bekenntnis zum Frieden. Es ist unverständlich, dass an dieser Demonstration von Kampfflugmaschinen der aktuelle Kontext und der geschichtliche Zusammenhang ausgeblendet werden.

Interpellation für die Herbstession
Die Grünen wollen wissen, von welchen finanziellen und logistischen Unterstützungen der öffentlichen Hand dieses Event profitieren konnte, und zwar sowohl auf der Bundesebene als auch von den Kantonen Waadt und Freiburg. An der Herbstsession werden die Grünen eine entsprechende Interpellation einreichen.