Ja zur Hornkuh-Initiative

Die Volksinitiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere (Hornkuh-Initiative)» verlangt, dass die Würde der Tiere geachtet wird, indem die Haltung von behornten Kühen, Zuchtstieren, Ziegen und Zuchtziegenböcken mit wirtschaftlich lohnenden Anreizen des Bundes unterstützt wird. Konkret soll in der Bundesverfassung eine finanzielle Unterstützung für die Haltung behornter Nutztiere festgelegt werden. Der Bundesrat hat die Initiative ohne Gegenvorschlag abgelehnt. Ein indirekter Gegenvorschlag der vorberatenden Kommission im Nationalrat wollte bestimmte Eckwerte auf Gesetzesstufe festhalten. Die Höhe des Hornbeitrags sollte nach Meinung der Kommission auf Verordnungsstufe festgelegt werden. Die Kommission des Ständerats lehnte diesen Vorschlag aber ab.

 

Für die Würde des Tieres

Rund neun von zehn Milchkühen sind heute hornlos. Enthornte Kälber und Kühe sind Sinnbild für die moderne, industrialisierte Landwirtschaft: Das Tier wird dem Stall angepasst und nicht umgekehrt. Die Hörner von Kühen und Ziegen sind durchblutet und von Nerven durchzogen und spielen auch im Sozial- und Kommunikationsverhalten der Tiere eine Rolle. Die Enthornung ist ein schmerzhafter, massiver Eingriff. Bei Nutztieren heute noch erlaubt, ist eine solche Art der Verstümmelung bei Haustieren längst verboten. 20 Prozent der enthornten Kälber leiden unter Langzeitschmerzen, wie eine Untersuchung der Universität Bern ergab. Weitere Belastungen sind noch unerforscht.

Fördern statt Zwang

Die Initiative will nicht, dass künftig Hörner obligatorisch erklärt werden. Stattdessen soll eine Förderung im Rahmen eines kleinen Beitrages erfolgen, z.B. ein Franken pro Kuh und Hörner pro Tag. Die Belassung von Hörnern soll auf diese Weise gefördert werden, denn die Arbeit mit behornten Tieren ist aufwändiger, teurer und birgt für den Tierhalter ein grösseres Verletzungsrisiko. Mehrkosten entstehen beim Stall-Bau: Tiere mit Hörnern brauchen einen breiteren Fress- und Liegeplatz. Auch der Laufbereich im Stall muss so gestaltet sein, dass neue und rangniedere Tiere ausweichen können.

Michael Töngi

Nationalrat LU


«Verwaltung, Parlament und Bundesrat wollten nichts davon wissen: Jetzt unterstützen wir Landwirtinnen und Landwirte, die ihre Tieren nicht enthornen, mit einem kräftigen Ja zur Hornkuh-Initiative.»

Michael Töngi

Nationalrat LU


«Verwaltung, Parlament und Bundesrat wollten nichts davon wissen: Jetzt unterstützen wir Landwirtinnen und Landwirte, die ihre Tieren nicht enthornen, mit einem kräftigen Ja zur Hornkuh-Initiative.»

Michael Töngi

Nationalrat LU


«Verwaltung, Parlament und Bundesrat wollten nichts davon wissen: Jetzt unterstützen wir Landwirtinnen und Landwirte, die ihre Tieren nicht enthornen, mit einem kräftigen Ja zur Hornkuh-Initiative.»