Grüne mit zwei Frauen an der Spitze

Grüne mit zwei Frauen an der Spitze

Die Delegiertenversammlung der Grünen hat sich eine neue Führung gegeben. An der Spitze stehen neu zwei Frauen: Adèle Thorens und Regula Rytz. Unterstützt werden sie von einem vierköpfigen Vizepräsidium. Zudem wurden in Genf die Parolen für die Abstimmung vom 17. Juni gefasst. Die grünen Delegierten lehnen die Bausparinitiative und die Initiative "Staatsverträge vors Volk" ab. Zu "Managed Care" haben sie die Stimmfreigabe beschlossen.

 

Die Grünen verfügen neu über ein Co-Präsidium. Heute wählte die Delegiertenversammlung Adèle Thorens Goumaz und Regula Rytz. Die Waadtländer Nationalrätin und die Berner Gemeinderätin stehen für eine neue Dynamik. "Wir haben bereits gemeinsame Projekte", sagten Thorens und Rytz nach ihrer Wahl .

 

Nach vier Jahren im Amt wurde Parteipräsident Ueli Leuenberger herzlich verabschiedet. Der Genfer Nationalrat, der von 2004 bis 2008 Vizepräsident war, hat die Partei mit grossem Einsatz und Herzblut geführt. Er bleibt den Grünen als Parlamentarier erhalten. Zusammen ihm wurden auch die beiden Vizepräsidentinnen Franziska Teuscher und Aline Trede verdankt.

 

Vierköpfiges Vizepräsidium

Weiter stimmten die Delegierten einer Vergrösserung des Vizepräsidiums zu, um die Vielfalt der Partei besser im Führungsgremium abzubilden und somit eine breitere Abstützung zu ermöglichen. Gewählt wurden Bastien Girod, Jo Lang, Robert Cramer und als Vertreterin der Jungen Grünen Irène Kälin.

 

Abstimmungsparolen

Für die Abstimmungen vom 17. Juni 2012 haben die Delegierten folgende Parolen gefasst: Nein zur Auns-Initiative „Staatsverträge vors Volk“ und Nein zur Volksinitiative „Eigene vier Wände dank Bausparen“. Zur Einführung von Managed Care (Teilrevision des Krankenversicherungs-Gesetzes) wurde Stimmfreigabe beschlossen. Die Vorlage war bei den Delegierten umstritten. Positive Punkte, wie beispielsweise die Verbesserung des Risikoausgleichs, stehen negativen Entwicklungen gegenüber. Insbesondere die Erhöhung des Selbstbehaltes auf 1000 Franken für Behandlungen ausserhalb der integrierten Versorgungspakete bereitet den Grünen Mühe.