Die Grünen Graubünden bald Mitglied der Grünen Schweiz

Die Grüne Fraktion hat an ihrer heutigen Sitzung ihre Fraktionspräsidentin Maya Graf für das zweite Vizepräsidium des Nationalrates nominiert.

Die Grünen Graubünden bald Mitglied der Grünen Schweiz

An der heutigen Sitzung in Bern hat der Vorstand der Grünen Schweiz den Beitritt der Grünen des Kantons Graubünden zur nationalen Partei gutgeheissen. Die Partei hatte bislang lediglich einen Beobachterstatus inne. Der Koordinator der Partei, Angelo Adina, sagte, dass sich den Grünen Kräften gerade in den Berggebieten besondere Herausforderungen stellten, sei es der unkontrollierten Entwicklung der Tourismusanlagen die Stirn zu bieten, sei es sich den Auswirkungen der Klimaveränderung anzupassen.

 

Unter dem romanischen Namen „Verda“ sind die Grünen des Kantons Graubünden heute der Vollmitgliedschaft bei der Grünen Partei der Schweiz einen Schritt näher gekommen. Der Vorstand der Grünen Schweiz beschloss heute, die Aufnahme des neuen Mitglieds der Delegiertenversammlung vom kommenden Januar zu empfehlen. Die Grünen Schweiz, welche die kantonalen grünen Bewegungen auf nationaler Ebene vereint, freuen sich, dass die Grüne Idee nun auch auf räthischem Boden Fuss fasst. Die Grünen sind somit fast überall in der Schweiz vertreten. Seit den nationalen Wahlen 2007, als die Vertretung im Bundeshaus von 13 auf 22 Mitglieder anwuchs, haben die Grünen ihre Basisarbeit mit viel Fleiss und Ausdauer fortgesetzt und in den Kantonen und Gemeinden grosse Erfolge erzielen können. Die Gründung der Grünen in einem Randgebiet ist ein weiterer Ausdruck dieser Erfolgs.


Ein Neustart
Im Kanton Graubünden gibt es bereits seit einiger Zeit eine Organisation, die sich auf das Programm der Grünen beruft. Die politischen Kräfteverhältnissen haben sie aber daran gehindert, an Bedeutung zu gewinnen. Angesichts der Notwendigkeit, den besonderen Umweltproblemen und den schwerwiegenden Folgen der Klimaveränderung in den Alpentälern zu begegnen, sind die Grünen Graubünden entschlossen, sich in den kantonalen Behörden Gehör zu verschaffen und Allianzen auf nationaler Ebenen zu bilden. Ihr Engagement ist dringend nötig, um die Interessen der Berggebiete zu vertreten, nachdem kürzlich die Mehrheit des Parlaments die Protokolle der Alpenkonvention abgelehnt hat. Der Koordinator der Partei, Angelo Andina hat die Herausforderungen für die Bündner Bevölkerung aufgezählt. Dazu gehört vor allem die Raumplanung, die zu oft dem Wünschen des Tourismus unterliegt. Ausserdem solle der Kanton auf eine Wirtschaft setzen, die mehr auf ihre Unabhängigkeit setzt, beispielsweise durch die Förderung regionaler Qualitätsprodukte und einer biologischen Landwirtschaft mit hoher Wertschöpfung.


Die Grünen Graubünden sind bereits mit zwei Mandaten in den Gemeindeparlamenten von Chur und Davos vertreten. Die Grünen Schweiz wünschen den Grünen im Kanton Graubünden, dass sie bald auf allen politischen Ebenen stärker werden.