Medienmitteilungen Klimaschutz

05.12.2008

Klimaschutz muss im Inland stattfinden

Es ist unverständlich, dass der Bundesrat die Initiative für ein gesundes Klima ablehnt. Die beiden Varianten für das CO2-Gesetz, die der Bundesrat heute als Gegenvorschlag zur Initiative in die Vernehmlassung geschickt hat, gehen zu wenig weit. Nötig wäre, dass die Treibhausgase im Inland bis 2020 im Vergleich zu 1990 um mindestens 40 Prozent reduziert werden. Davon profitiert das einheimische Gewerbe. Die Graue Energie, die in der Klimabilanz der Schweiz gar nicht auftaucht, kann im Ausland kompensiert werden.

 

Heute schickte der Gesamtbundesrat zwei Vorschläge für die Revision des CO2-Gesetzes in die Vernehmlassung. Das revidierte Gesetz legt die Klimaziele und Massnahmen der Schweiz für die Jahre nach 2010 fest. Beide Vorlagen gehen den Grünen zu wenig weit.

Aufgrund der erschreckenden Resultate der neusten Studien des WWF zum Klimawandel fordern die Grünen ein stärkeres Engagement des Bundesrates zum Schutz des Klimas und der Bevölkerung. Eine dreissigprozentige Reduktion der Treibhausgase ist ungenügend! Die Grünen fordern, dass eine Treibhausgasreduktion von mindestens 40 Prozent bis 2020 im Inland im neuen CO2-Gesetz verankert wird. Dass die Bevölkerung diese Ziele wünscht und als realistisch ansieht, zeigte das schnelle Zustandekommen der Klimainitiative.

Jahrzehntelang hat die Schweiz ihre Energieversorgung auf importierte fossile Energie aufgebaut und sich somit einseitig abhängig gemacht. Das revidierte CO2-Gesetz kann und muss diese Sachlage umkehren: Treibhausgase, die in der Schweiz entstehen, müssen im Inland reduziert werden. Das Handlungspotenzial ist am grössten im Verkehr und im Gebäudesektor. Nur mit Massnahmen im Inland wird das Wirtschaftspotenzial in den Bereichen erneuerbarer Energien und Energieeffizienz in der Schweiz genutzt. Um zu investieren, benötigen die Unternehmen klare von der Politik gesetzte Ziele und Rahmenbedingungen, die die Entwicklung in diese Richtung anschieben. Die Grünen fordern daher, dass im neuen Gesetz auch die nötigen Umsetzungsmassnahmen und deren Finanzierung festgelegt werden. Nicht zuletzt muss es im ureigensten Interesse der Schweiz liegen, die Auslandabhängigkeit und den Geld-Abfluss in erdölexportierende Staaten massiv zu vermindern.

Klimaschutz nur im Ausland ist unsinnig. Klimaschutz sollte im Sinne der Ursachenbekämpfung erfolgen. Andernfalls müssen die Kompensationen Jahr für Jahr wiederholt werden. Das ist extrem teuer und bringt dem einheimischen Gewerbe gar nichts. Einzig bei den grauen CO2-Emissionen, die die Schweiz durch importierte Waren erzeugt und die somit tatsächlich auch im Ausland anfallen, kann sich die Wirtschaft - ergänzend zu den 40 Prozent im Inland - im Ausland engagieren. Dabei ist allerdings auf die Qualität der Kompensationsprojekte zu achten (Gold Standard).

 

Initiative für ein gesundes Klima auf www.klimainitiativeja.ch

Referenden, Initiativen & Petitionen

Blog

08.02.2012 | Millionäre sind in der Schweiz willkommen23.01.2012 | Absurde Suche nach Atommülllagern16.01.2012 | "Lex Weltwoche" soll für Transparenz sorgen19.12.2011 | Grüne beweisen ihre Regierungsfähigkeit12.12.2011 | Konkordanz ist nicht einfach eine mathematische Formel07.12.2011 | Vier Sitze für das rechte Lager sind zu viel23.11.2011 | Das Klima wartet nicht auf die Politik24.10.2011 | Enttäuschendes Wahlresultat17.10.2011 | Verantwortungsloser Mangel an Sensibilität06.10.2011 | Bedenkliche Wahlabstinenz der Jungen04.10.2011 | Sommer im Oktober30.09.2011 | Kauf von Kampfflugzeugen29.09.2011 | Das Konkurrenzmodell hat ausgedient27.09.2011 | Politik muss für Vernunft sorgen13.09.2011 | Der Atomausstieg schafft Arbeitsplätze31.08.2011 | Kniefall vor der Atomlobby09.08.2011 | Der sich selbst regulierende Markt02.08.2011 | Ich bin auch ein Patriot13.07.2011 | Das Familienleben muss von den Männern erobert werden01.07.2011 | Wo bitte ist der Ausgang ? 27.06.2011 | Der Ausstieg ist noch nicht vollzogen!22.06.2011 | Es braucht Evakuierungspläne09.06.2011 | Kommt alle an den Frauenstreik!06.06.2011 | Parlament muss sich für den Atomausstieg aussprechen26.05.2011 | Die wahren Etappensieger sind die mit dem grünen Leibchen10.05.2011 | Jetzt gilt es ernst!29.04.2011 | Bremsspuren… oder der Ausrutscher eines stellvertretenden Ressortleiters18.04.2011 | Migranten sind die Sündenböcke06.04.2011 | Folgen von Fukushima dürfen nicht vergessen gehen30.03.2011 | Im Kampf gegen AKW hat es Platz für alle21.03.2011 | Es braucht ein verbindliches Ausstiegsszenario18.03.2011 | Es gibt konkrete Handlungsmöglichkeiten16.03.2011 | Aufwühlende Ereignisse in Japan09.02.2011 | Das wahre Gesicht der Migration07.02.2011 | Frauen können den Ausschlag geben04.02.2011 | Senegalesischer Kampf um Ernährungssouveränität02.02.2011 | Mittelmass reicht nicht!24.01.2011 | Wir haben nur eine Erde13.01.2011 | Die Zeit arbeitet für die Komplementärmedizin10.01.2011 | Industrielle Massenhaltung schadet Tier und Mensch06.01.2011 | Schweiz wird zum Banken- und Firmeneldorado05.01.2011 | Unmenschliche Verunsicherung der Sans-Papiers13.12.2010 | Es braucht einen Klima-Sprung03.12.2010 | Stummer Klimawinter29.11.2010 | Eine neue Bewegung hat die Städte ergriffen15.11.2010 | Sorgenbarometer widerlegt SVP-Argumente11.11.2010 | Auch in der Schweiz sind Mobilisierungen gegen Atom möglich02.11.2010 | Nach dem doppelten Nein der SP18.10.2010 | Die Rattenfänger ziehen durchs Land06.10.2010 | Nur noch fünf Jahre, um die Armut zu reduzieren28.09.2010 | Machtdemonstration der bürgerlichen Mitte17.09.2010 | NEIN zum Abbau der Arbeitslosenversicherung07.09.2010 | Ausstieg aus dem Ausstieg kommt nicht in Frage02.09.2010 | Dreckschleuderfreie Zonen schaffen25.08.2010 | Die Diktatur der Mehrheit19.08.2010 | Guter Start für das neue Raumplanungsgesetz12.08.2010 | Unverständlicher Umgang mit dem Wolf05.08.2010 | Kontraproduktive Preiserhöhungen04.08.2010 | Öl-Gier ist unersättlich09.07.2010 | Leuenberger grüsst Leuenberger08.07.2010 | Es ist Zeit für mehr Ferienzeit01.07.2010 | Unlogische Migrationspolitik15.06.2010 | PUK wäre nötig gewesen14.06.2010 | Immer die gleiche Leier?02.06.2010 | Zynische Klimapolitik des Nationalrates05.05.2010 | Katastrophale Abhängigkeit vom Öl19.04.2010 | Spuck noch ein bisschen...12.04.2010 | Wehrpflicht für niemanden22.03.2010 | Klimainitiative ist beste Risikovorsorge15.03.2010 | Her mit dem schönen Leben!08.03.2010 | Lohnschere öffnet sich03.03.2010 | Sozialdienst statt Wehrpflicht23.02.2010 | Die Schweiz liegt in Europa04.02.2010 | Handeln statt kritisieren02.02.2010 | Wir wollen keine Dreckschleudern26.01.2010 | Schwanger werden Frauen nicht allein25.01.2010 | (Zu) schneller Wechsel bei der Post21.01.2010 | PUK-Druck23.12.2009 | Kopenhagen ist gescheitert17.12.2009 | Rettet Kopenhagen!13.12.2009 | Kopenhagen wird zu Hopenhagen24.11.2009 | Gemischte Teams braucht das Land18.11.2009 | Hup Holland - für weniger Hupen28.10.2009 | Grün gewinnt!22.10.2009 | Die Gletscher schmelzen19.10.2009 | Die "lustige" SVP05.10.2009 | Die Schweiz ist Weltmeisterin im Zugfahren29.09.2009 | Historischer Sieg für die Grünen in Deutschland14.09.2009 | Wir müssen unseren Lebensstil überdenken07.09.2009 | Eine Geschichte zum Thema IV24.08.2009 | Stimmen fürs Klima14.08.2009 | Gentech-Label in Deutschland11.08.2009 | Windräder in geschützten Landschaften30.07.2009 | Zum 1. August24.07.2009 | Wir wollen keinen Mogel-Wein17.07.2009 | Ferien auf dem Bauernhof30.06.2009 | Nachrichten von der "Wirtschaftsfront"16.06.2009 | Die Frauen und das Glück08.06.2009 | Erfolg der Grünen bei Europawahlen28.05.2009 | Stopp der Bodenzerstörung25.05.2009 | Helvetisierung von Familiennamen (Fortsetzung)19.05.2009 | Förderung des Schienenfernverkehrs13.05.2009 | Helvetisierung von Familiennamen05.05.2009 | Ein Etappensieg für den Pazifismus30.04.2009 | Zum 1. Mai27.04.2009 | Zur Abwahl von Fernand Cuche22.04.2009 | Grüne fordern Abschaffung der Kopfprämie20.04.2009 | Die neue grüne Website ist online!