Medienmitteilungen Gas / Kohle

13.03.2007

Nein zum Kuhhandel Gas- versus Atomkraftwerke

Grüne Fraktion zum CO2-Gesetz

 

Die grüne Fraktion lässt sich in der Auseinandersetzung um das CO2-Gesetz auf den Kuhhandel Gas- versus Atomstrom nicht ein. Sie protestiert auch heftig gegen die erneute Verzögerungstaktik des Ständerates. Wenn jetzt die Weichen für Effizienzmassnahmen und erneuerbare Energien gestellt werden, braucht es weder das eine noch das andere.

 

Projekte zum Bau von Gaskraftwerken in der Schweiz spriessen wie Pilze aus dem Boden. Begründet werden die Projekte von den Strombaronen durch die so genannte Stromlücke, die durch den zunehmenden Energieverbrauch in der Schweiz entsteht.

Eine Stromlücke wird es gar nicht geben, wenn jetzt endlich die Weichen gestellt werden für wirksame Effizienzmassnahmen und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit der Planung von grossen Gaskraftwerken und Atomkraftwerken wird diese Weichenstellung verhindert. So wollen es die Strombarone, denn ohne grosse Kraftwerke entgeht ihnen das Geschäft - an Stromsparen und Solarkollektoren auf Hausdächern verdienen sie nicht. Die Strombranche setzt daher auf Gaskraftwerke und Atomstrom.

Die Nutzung fossiler Energieträger zur Stromproduktion ist klimapolitisch ein massives Problem. Sollte es, gegen den Willen der Grünen, zum Bau von Gaskraftwerken kommen, sind harte Auflagen vorzusehen. Die CO2-Bilanz der Schweiz darf durch die Verstromung von Gas keinesfalls negativ beeinträchtigt werden. Das CO2 muss aus Grüner Sicht vollständig im Inland kompensiert werden. Die Grüne Fraktion erarbeitet einen Antrag um das CO2-Gesetz entsprechend zu ändern. Und wenn schon Gas, dann sind nicht Grosskraftwerke zu bauen, sondern dezentrale Blockheizkraftwerke. Die Abwärme, die bei der Verstromung von Gas entsteht, soll genutzt werden, um Öl- oder Gasheizungen in Wohn- und Gewerbebauten zu ersetzen. Um eine effiziente Nutzung und die CO2-Neutralität sicherzustellen, muss eine Klimaverträglichkeitsprüfung in das Plangenehmigungsverfahren für Gaskraftwerke integriert werden. Die Grüne Fraktion hat bereits in der Wintersession einen entsprechenden Vorstoss eingereicht.

In der Auseinandersetzung um das CO2-Gesetz spielen die bürgerlichen Parteien ein hinterhältiges Spiel. Die einen wollen Gaskraftwerke verhindern, weil sei neue AKW bauen wollen. Die andern puschen Gaskraftwerke als Übergangslösung für neue AKW. Klar ist daher, dass Gaskraftwerke so oder so keine Möglichkeit sind, um AKW zu verhindern. Für solche Kuhhandel sind die Grünen nicht zu haben. Wir lehnen grosse Gas- und Atomkraftwerke ab, weil wir überzeugt sind, dass die Energieverschwendung gestoppt werden muss und der verbleibende Energiebedarf mit Effizienzmassnahmen und erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. In diesem Sinne wird die Fraktion keinen Anträgen zustimmen, die grosse Gaskraftwerke in der Schweiz ermöglicht. Und neue AKW wird die Partei auf dem Volksweg verhindern.

Referenden, Initiativen & Petitionen

Blog

11.05.2012 | Waffen für Griechenland23.04.2012 | Teamgeist als Kapital19.04.2012 | Mit der Kraft der Symbolik29.03.2012 | Ein grüner Erfolg01.03.2012 | Das älteste AKW der Schweiz14.02.2012 | Für die Freiheit des Internets08.02.2012 | Millionäre sind in der Schweiz willkommen23.01.2012 | Absurde Suche nach Atommülllagern16.01.2012 | "Lex Weltwoche" soll für Transparenz sorgen19.12.2011 | Grüne beweisen ihre Regierungsfähigkeit12.12.2011 | Konkordanz ist nicht einfach eine mathematische Formel07.12.2011 | Vier Sitze für das rechte Lager sind zu viel23.11.2011 | Das Klima wartet nicht auf die Politik24.10.2011 | Enttäuschendes Wahlresultat17.10.2011 | Verantwortungsloser Mangel an Sensibilität06.10.2011 | Bedenkliche Wahlabstinenz der Jungen04.10.2011 | Sommer im Oktober30.09.2011 | Kauf von Kampfflugzeugen29.09.2011 | Das Konkurrenzmodell hat ausgedient27.09.2011 | Politik muss für Vernunft sorgen13.09.2011 | Der Atomausstieg schafft Arbeitsplätze31.08.2011 | Kniefall vor der Atomlobby09.08.2011 | Der sich selbst regulierende Markt02.08.2011 | Ich bin auch ein Patriot13.07.2011 | Das Familienleben muss von den Männern erobert werden01.07.2011 | Wo bitte ist der Ausgang ? 27.06.2011 | Der Ausstieg ist noch nicht vollzogen!22.06.2011 | Es braucht Evakuierungspläne09.06.2011 | Kommt alle an den Frauenstreik!06.06.2011 | Parlament muss sich für den Atomausstieg aussprechen26.05.2011 | Die wahren Etappensieger sind die mit dem grünen Leibchen10.05.2011 | Jetzt gilt es ernst!29.04.2011 | Bremsspuren… oder der Ausrutscher eines stellvertretenden Ressortleiters18.04.2011 | Migranten sind die Sündenböcke06.04.2011 | Folgen von Fukushima dürfen nicht vergessen gehen30.03.2011 | Im Kampf gegen AKW hat es Platz für alle21.03.2011 | Es braucht ein verbindliches Ausstiegsszenario18.03.2011 | Es gibt konkrete Handlungsmöglichkeiten16.03.2011 | Aufwühlende Ereignisse in Japan09.02.2011 | Das wahre Gesicht der Migration07.02.2011 | Frauen können den Ausschlag geben04.02.2011 | Senegalesischer Kampf um Ernährungssouveränität02.02.2011 | Mittelmass reicht nicht!24.01.2011 | Wir haben nur eine Erde13.01.2011 | Die Zeit arbeitet für die Komplementärmedizin10.01.2011 | Industrielle Massenhaltung schadet Tier und Mensch06.01.2011 | Schweiz wird zum Banken- und Firmeneldorado05.01.2011 | Unmenschliche Verunsicherung der Sans-Papiers13.12.2010 | Es braucht einen Klima-Sprung03.12.2010 | Stummer Klimawinter29.11.2010 | Eine neue Bewegung hat die Städte ergriffen15.11.2010 | Sorgenbarometer widerlegt SVP-Argumente11.11.2010 | Auch in der Schweiz sind Mobilisierungen gegen Atom möglich02.11.2010 | Nach dem doppelten Nein der SP18.10.2010 | Die Rattenfänger ziehen durchs Land06.10.2010 | Nur noch fünf Jahre, um die Armut zu reduzieren28.09.2010 | Machtdemonstration der bürgerlichen Mitte17.09.2010 | NEIN zum Abbau der Arbeitslosenversicherung07.09.2010 | Ausstieg aus dem Ausstieg kommt nicht in Frage02.09.2010 | Dreckschleuderfreie Zonen schaffen25.08.2010 | Die Diktatur der Mehrheit19.08.2010 | Guter Start für das neue Raumplanungsgesetz12.08.2010 | Unverständlicher Umgang mit dem Wolf05.08.2010 | Kontraproduktive Preiserhöhungen04.08.2010 | Öl-Gier ist unersättlich09.07.2010 | Leuenberger grüsst Leuenberger08.07.2010 | Es ist Zeit für mehr Ferienzeit01.07.2010 | Unlogische Migrationspolitik15.06.2010 | PUK wäre nötig gewesen14.06.2010 | Immer die gleiche Leier?02.06.2010 | Zynische Klimapolitik des Nationalrates05.05.2010 | Katastrophale Abhängigkeit vom Öl19.04.2010 | Spuck noch ein bisschen...12.04.2010 | Wehrpflicht für niemanden22.03.2010 | Klimainitiative ist beste Risikovorsorge15.03.2010 | Her mit dem schönen Leben!08.03.2010 | Lohnschere öffnet sich03.03.2010 | Sozialdienst statt Wehrpflicht23.02.2010 | Die Schweiz liegt in Europa04.02.2010 | Handeln statt kritisieren02.02.2010 | Wir wollen keine Dreckschleudern26.01.2010 | Schwanger werden Frauen nicht allein25.01.2010 | (Zu) schneller Wechsel bei der Post21.01.2010 | PUK-Druck23.12.2009 | Kopenhagen ist gescheitert17.12.2009 | Rettet Kopenhagen!13.12.2009 | Kopenhagen wird zu Hopenhagen24.11.2009 | Gemischte Teams braucht das Land18.11.2009 | Hup Holland - für weniger Hupen28.10.2009 | Grün gewinnt!22.10.2009 | Die Gletscher schmelzen19.10.2009 | Die "lustige" SVP05.10.2009 | Die Schweiz ist Weltmeisterin im Zugfahren29.09.2009 | Historischer Sieg für die Grünen in Deutschland14.09.2009 | Wir müssen unseren Lebensstil überdenken07.09.2009 | Eine Geschichte zum Thema IV24.08.2009 | Stimmen fürs Klima14.08.2009 | Gentech-Label in Deutschland11.08.2009 | Windräder in geschützten Landschaften30.07.2009 | Zum 1. August24.07.2009 | Wir wollen keinen Mogel-Wein17.07.2009 | Ferien auf dem Bauernhof30.06.2009 | Nachrichten von der "Wirtschaftsfront"16.06.2009 | Die Frauen und das Glück08.06.2009 | Erfolg der Grünen bei Europawahlen28.05.2009 | Stopp der Bodenzerstörung25.05.2009 | Helvetisierung von Familiennamen (Fortsetzung)19.05.2009 | Förderung des Schienenfernverkehrs13.05.2009 | Helvetisierung von Familiennamen05.05.2009 | Ein Etappensieg für den Pazifismus30.04.2009 | Zum 1. Mai27.04.2009 | Zur Abwahl von Fernand Cuche22.04.2009 | Grüne fordern Abschaffung der Kopfprämie20.04.2009 | Die neue grüne Website ist online!