Resolutionen Energieeffizienz

13.11.2008

10 Massnahmen für eine Grüne Stromversorgung

Die Grünen wollen künftigen Generationen weder ein erwärmtes Klima noch nukleare Risiken oder radioaktive Abfälle hinterlassen. Dank Energieeffizienz und erneuerbaren Energien ist der Atomausstieg in der Schweiz machbar. Eine Grundvoraussetzung dafür ist ein sparsamer Stromverbrauch (z.B. stand-by oder heizen mit geschlossenem Fenster).

Die Grünen fordern die Umsetzung von zehn Massnahmen, dank welcher die Stromproduktion der AKW Mühleberg sowie Beznau I und II rechtzeitig doppelt kompensiert werden und Mühleberg als erstes AKW 2012 vom Netz genommen werden könnte:

Effiziente und erneuerbare Wärmeproduktion:
1. Reduktion des Stromverbrauchs für Heizungen. Hierzu sind Elektroheizungen durch erneuerbare Energiequellen (Pellets, Solarenergie, Abwärme, Geothermie) sowie die mindestens dreimal effizienteren Wärmepumpen zu ersetzen.
2. Gute Isolation (Bei bereits bestehenden Häusern und Neubauten). Die Effizienz der Gebäude muss schrittweise in Richtung des Minergie-P Standards verbessert werden.
3. Effiziente und solare Warmwassergewinnung. Die Verwendung von solarthermischen und effizienteren Warmwasserheizsystemen muss gefördert werden.
 Mit effizienter Wärmegewinnung lässt sich mindestens das AKW Mühleberg einsparen.

Effiziente Beleuchtung und elektrische Geräte:
4. Effizienzstandards. Es dürfen nur noch effiziente Geräte verkauft werden.
5. Eintausch ineffizienter Geräte. Alte, ineffiziente Geräte müssen vom Netz genommen werden.
 Durch effiziente Beleuchtung lässt sich mindestens das AKW Beznau I einsparen.
 Durch effiziente elektrische Geräte lässt sich mindestens das AKW Beznau II einsparen.

Mehr erneuerbare Stromproduktion:
6. Weiterführung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV). Die KEV ist ein Erfolg; ihre Weiterführung bringt bis 2030 mindestens 5.4 Mia. kWh pro Jahr aus erneuerbaren Energien.
7. Mehr Strom aus Wind und Sonne in der Schweiz (zusätzlich zur KEV). Das Potenzial von Strom aus Wind und Sonne ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Deshalb muss bei der KEV das zu knappe Jahreskontingent abgeschafft werden. Damit kann die geförderte Stromproduktion aus erneuerbaren Energien mindestens verdoppelt werden.
8. Gemeinsame europäische Stromversorgung. Statt im Ausland in AKW, Kohle oder Gaskraftwerke soll im Süden in Sonnen- und im Norden in Windenergie investiert werden.
 Mit der KEV und zusätzlichem Wind- und Solarstrom aus der Schweiz können die AKW Beznau I und II sowie Mühleberg ersetzt werden.
 Der Import von Wind- und Solarstrom würde zusätzlichen grünen Strom garantieren.

Beitrag von Forschung und Stromproduzenten für grüne Stromversorgung:
9. Verstärkung der Forschung. Statt in die Kernenergie muss mehr Geld in die Erforschung von Geothermie, Solar- und Windenergie sowie Effizienzmassnahmen fliessen.
10. Keine Strompreiserhöhung zugunsten neuer AKW. Statt Geld für teure AKW-Kampagnen und Finanzreserven für neue AKW zu verwenden, sollen die Stromkonzerne erneuerbare Energien und Energieeffizienzmassnahmen vorantreiben.

Diese Massnahmen sind auf allen Ebenen (Bund, Kantone, Gemeinden, Private und Unternehmen) voranzutreiben. Die Kosten dieser Massnahmen sind deutlich geringer als jene für neue AKW.

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