Vernehmlassungen Gesundheit

09.01.2007

Schutz vor dem Passivrauchen

Die Grünen Schweiz stimmen der vorgeschlagenen Änderung des Arbeitsgesetzes, Arbeitsplätze rauchfrei zu gestalten, voll und ganz zu. Dass aufgrund von Passivrauchen unser Land jährlich mehrere hundert vorzeitige Todesfälle erleidet und eine halbe Milliarde Kosten tragen muss, darf nicht weiter hingenommen werden.

Für die Grünen Schweiz sind Prävention und Gesundheitsförderung ein zentrales Anliegen. Einer unserer Grundsätze lautet, dass jeder Mensch das Recht hat, „in einer gesunden Umwelt in Würde und Frieden leben zu können“.

Der vorgeschlagenen Änderung des Arbeitsgesetzes stimmen wir deshalb voll und ganz zu. Dass unser Land jährlich mehrere hundert vorzeitige Todesfälle erleidet und eine halbe Milliarde Kosten tragen muss, darf nicht weiter hingenommen werden. Der Schutz vor Passivrauch ist höher zu gewichten als die Freiheit der Raucher/innen, auch dort rauchen zu können, wo andere arbeiten. Folgende Punkte möchten wir betonen:

  • Mit der vorgeschlagenen Ergänzung des Arbeitsgesetzes kann mit geringem administrativem Aufwand ein Grossteil der Bevölkerung vor Passivrauch geschützt werden. Die meisten öffentlich zugänglichen Räume sind ebenfalls Arbeitsplätze.
  • Die Gesetzesänderung ist Voraussetzung zur notwendigen Änderung von Art. 19 der Verordnung 3 zu Art. 6 des Arbeitsgesetzes, der in seiner bisherigen Formulierung eines der wichtigsten Hindernisse zur Umsetzung eines effektiven Schutzes vor Passivrauch am Arbeitsplatz darstellte. Gemäss der heute gültigen Verordnung ist es Sache der Arbeitnehmer(innen), sich das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz zu verschaffen. Dieser Umstand berücksichtigt in keiner Weise, dass Tabakrauch die grösste Quelle von Luftverschmutzung in Innenräumen ist und dass für Tabakrauch keine Grenzwerte festgelegt werden können, weil schon kleinste Mengen gesundheitsschädigend sind.
  • Tabakrauch ist die grösste Quelle von Luftverschmutzung in Innenräumen, in denen geraucht wird. Passivrauchen verursacht Krankheit, besonders Lungenkrebs und Herzstörungen, und führt zu frühzeitigem Tod. Schätzungen für die Schweiz ergeben, dass dem Passivrauchen jährlich rund 1000 Menschen zum Opfer fallen. Eine technische Lösung zur Eliminierung der durch Tabakrauch verursachten Innenluftverschmutzung gibt es nicht. Leistungsstarke Lüftungssysteme beseitigen einzig die sichtbaren Teile des Rauchs. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Personen, die am Arbeitsplatz dem Passivrauchen ausgesetzt sind, gesundheitlich in kurzer Zeit von der Umstellung auf rauchfreien Betrieb profitieren.
  • Trotz Luftfilter bleiben die hochgiftigen Gase des Tabakrauchs in den Innenräumen zurück. Die Entlüftung von Innenräumen müsste die Stärke eines Sturms erreichen, um einen deutlichen Schutz vor diesen Gasen zu gewährleisten. Rauchfreie Innenräume sind der einzig effektive Schutz vor Passivrauch und seinen gesundheitsschädigenden Wirkungen.
  • Die vorgeschlagene Lösung weist Lücken auf. Für Familienbetriebe und Betriebe ohne Angestellte hat sie keine Gültigkeit. Daher unterstützen wir die laufenden Bestrebungen auf kantonaler Ebene, öffentlich zugängliche Räume und insbesondere Gaststätten rauchfrei zu gestalten. Kantonale Gesetze können Gaststätten ohne Angestellte mit einschliessen. So kann der Schutz vor Passivrauchen weiter verbessert werden.
  • Den Kommissionsvorschlag, zukünftig eine nationale einheitliche Regelung, die alle Bereiche abdeckt, anzustreben, unterstützen wir ebenfalls. Nur so kann der Schutz vor Passivrauchen auf alle Arbeitsplätze und öffentlich zu-gänglichen Orte ausgedehnt werden.
  • Die Zulassung von Rauchräumen ist mit baulichen Massnahmen verbunden. Die Rauchräume müssen über eine separate Lüftung verfügen. Zudem müssen Massnahmen getroffen werden, welche garantieren, dass keine Rauchimmissionen in andere Räume dringen können.
Referenden, Initiativen & Petitionen

Blog

11.05.2012 | Waffen für Griechenland23.04.2012 | Teamgeist als Kapital19.04.2012 | Mit der Kraft der Symbolik29.03.2012 | Ein grüner Erfolg01.03.2012 | Das älteste AKW der Schweiz14.02.2012 | Für die Freiheit des Internets08.02.2012 | Millionäre sind in der Schweiz willkommen23.01.2012 | Absurde Suche nach Atommülllagern16.01.2012 | "Lex Weltwoche" soll für Transparenz sorgen19.12.2011 | Grüne beweisen ihre Regierungsfähigkeit12.12.2011 | Konkordanz ist nicht einfach eine mathematische Formel07.12.2011 | Vier Sitze für das rechte Lager sind zu viel23.11.2011 | Das Klima wartet nicht auf die Politik24.10.2011 | Enttäuschendes Wahlresultat17.10.2011 | Verantwortungsloser Mangel an Sensibilität06.10.2011 | Bedenkliche Wahlabstinenz der Jungen04.10.2011 | Sommer im Oktober30.09.2011 | Kauf von Kampfflugzeugen29.09.2011 | Das Konkurrenzmodell hat ausgedient27.09.2011 | Politik muss für Vernunft sorgen13.09.2011 | Der Atomausstieg schafft Arbeitsplätze31.08.2011 | Kniefall vor der Atomlobby09.08.2011 | Der sich selbst regulierende Markt02.08.2011 | Ich bin auch ein Patriot13.07.2011 | Das Familienleben muss von den Männern erobert werden01.07.2011 | Wo bitte ist der Ausgang ? 27.06.2011 | Der Ausstieg ist noch nicht vollzogen!22.06.2011 | Es braucht Evakuierungspläne09.06.2011 | Kommt alle an den Frauenstreik!06.06.2011 | Parlament muss sich für den Atomausstieg aussprechen26.05.2011 | Die wahren Etappensieger sind die mit dem grünen Leibchen10.05.2011 | Jetzt gilt es ernst!29.04.2011 | Bremsspuren… oder der Ausrutscher eines stellvertretenden Ressortleiters18.04.2011 | Migranten sind die Sündenböcke06.04.2011 | Folgen von Fukushima dürfen nicht vergessen gehen30.03.2011 | Im Kampf gegen AKW hat es Platz für alle21.03.2011 | Es braucht ein verbindliches Ausstiegsszenario18.03.2011 | Es gibt konkrete Handlungsmöglichkeiten16.03.2011 | Aufwühlende Ereignisse in Japan09.02.2011 | Das wahre Gesicht der Migration07.02.2011 | Frauen können den Ausschlag geben04.02.2011 | Senegalesischer Kampf um Ernährungssouveränität02.02.2011 | Mittelmass reicht nicht!24.01.2011 | Wir haben nur eine Erde13.01.2011 | Die Zeit arbeitet für die Komplementärmedizin10.01.2011 | Industrielle Massenhaltung schadet Tier und Mensch06.01.2011 | Schweiz wird zum Banken- und Firmeneldorado05.01.2011 | Unmenschliche Verunsicherung der Sans-Papiers13.12.2010 | Es braucht einen Klima-Sprung03.12.2010 | Stummer Klimawinter29.11.2010 | Eine neue Bewegung hat die Städte ergriffen15.11.2010 | Sorgenbarometer widerlegt SVP-Argumente11.11.2010 | Auch in der Schweiz sind Mobilisierungen gegen Atom möglich02.11.2010 | Nach dem doppelten Nein der SP18.10.2010 | Die Rattenfänger ziehen durchs Land06.10.2010 | Nur noch fünf Jahre, um die Armut zu reduzieren28.09.2010 | Machtdemonstration der bürgerlichen Mitte17.09.2010 | NEIN zum Abbau der Arbeitslosenversicherung07.09.2010 | Ausstieg aus dem Ausstieg kommt nicht in Frage02.09.2010 | Dreckschleuderfreie Zonen schaffen25.08.2010 | Die Diktatur der Mehrheit19.08.2010 | Guter Start für das neue Raumplanungsgesetz12.08.2010 | Unverständlicher Umgang mit dem Wolf05.08.2010 | Kontraproduktive Preiserhöhungen04.08.2010 | Öl-Gier ist unersättlich09.07.2010 | Leuenberger grüsst Leuenberger08.07.2010 | Es ist Zeit für mehr Ferienzeit01.07.2010 | Unlogische Migrationspolitik15.06.2010 | PUK wäre nötig gewesen14.06.2010 | Immer die gleiche Leier?02.06.2010 | Zynische Klimapolitik des Nationalrates05.05.2010 | Katastrophale Abhängigkeit vom Öl19.04.2010 | Spuck noch ein bisschen...12.04.2010 | Wehrpflicht für niemanden22.03.2010 | Klimainitiative ist beste Risikovorsorge15.03.2010 | Her mit dem schönen Leben!08.03.2010 | Lohnschere öffnet sich03.03.2010 | Sozialdienst statt Wehrpflicht23.02.2010 | Die Schweiz liegt in Europa04.02.2010 | Handeln statt kritisieren02.02.2010 | Wir wollen keine Dreckschleudern26.01.2010 | Schwanger werden Frauen nicht allein25.01.2010 | (Zu) schneller Wechsel bei der Post21.01.2010 | PUK-Druck23.12.2009 | Kopenhagen ist gescheitert17.12.2009 | Rettet Kopenhagen!13.12.2009 | Kopenhagen wird zu Hopenhagen24.11.2009 | Gemischte Teams braucht das Land18.11.2009 | Hup Holland - für weniger Hupen28.10.2009 | Grün gewinnt!22.10.2009 | Die Gletscher schmelzen19.10.2009 | Die "lustige" SVP05.10.2009 | Die Schweiz ist Weltmeisterin im Zugfahren29.09.2009 | Historischer Sieg für die Grünen in Deutschland14.09.2009 | Wir müssen unseren Lebensstil überdenken07.09.2009 | Eine Geschichte zum Thema IV24.08.2009 | Stimmen fürs Klima14.08.2009 | Gentech-Label in Deutschland11.08.2009 | Windräder in geschützten Landschaften30.07.2009 | Zum 1. August24.07.2009 | Wir wollen keinen Mogel-Wein17.07.2009 | Ferien auf dem Bauernhof30.06.2009 | Nachrichten von der "Wirtschaftsfront"16.06.2009 | Die Frauen und das Glück08.06.2009 | Erfolg der Grünen bei Europawahlen28.05.2009 | Stopp der Bodenzerstörung25.05.2009 | Helvetisierung von Familiennamen (Fortsetzung)19.05.2009 | Förderung des Schienenfernverkehrs13.05.2009 | Helvetisierung von Familiennamen05.05.2009 | Ein Etappensieg für den Pazifismus30.04.2009 | Zum 1. Mai27.04.2009 | Zur Abwahl von Fernand Cuche22.04.2009 | Grüne fordern Abschaffung der Kopfprämie20.04.2009 | Die neue grüne Website ist online!