Medienmitteilungen Gesundheit

21.12.2006

Kinder vor Elektrosmog schützen

Für die Grünen hat die Gesundheitsvorsorge hohe Priorität. Darum verlangen sie mit verschiedenen parlamentarischen Vorstössen, im Sinne der Prävention verschiedene Schutzmassnahmen gegen elektromagnetische Strahlungen. Damit kann die Gesundheit der Bevölkerung besser geschützt werden und Gesundheitskosten können gesenkt werden.

 

Der Markt mit Handys boomt. In der Schweiz gibt es bereits 6.5 Millionen Handynutzende. Diese werden auch immer jünger. Selbst bei unter 12 jährigen sind inzwischen Mobilfunk-Telefone weit verbreitet. Doch welchen effektiven Risiken sich beispielsweise Kinder aussetzen, wenn sie stundenlang übers Handy Gespräche mit Kollegen führen, wissen wir nicht. Man weiss nur, dass elektromagnetische Felder des Mobilfunks gesundheitsschädigende Wirkung zeigen können. Es existieren in unserem Alltag je länger je mehr weitere Geräte, die elektromagnetische Felder oder optische Strahlung verursachen: Mobilfunk- und Haushaltgeräte, Solarien, Laser. Wer weiss aber schon, ob und wie stark sein Radio oder sein Induktionsherd zu Hause strahlt und welches die Risiken für ihn oder seine Kinder sind?

„Telefonieren mit dem Handy kann Ihrer Gesundheit schaden“: Bis verlässliche und abschliessende Daten über die Gefahren vorliegen, sollen die Handyhersteller die Handy-Packungen mit gut sichtbaren Hinweisen versehen, dass die Nutzung der Geräte die Gesundheit beinträchtigen kann und speziell auf die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen hinweisen.

Je länger telefonieren je billiger und auch gefährlicher? Der Bundesrat soll prüfen, ob für die Mobilfunktelefonie aus gesundheitspräventiven Gründen generell eine Tarifberechnung nach kurzen Zeitintervallen vorgeschrieben werden soll, so dass es keine Anreize gibt für längere Gespräche. In letzter Zeit werden nämlich von den Telekommunikationsfirmen immer häufiger Mobiltelefontarife angeboten, welche nicht mehr nach Minuten oder Sekunden abgerechnet werden. Insbesondere Jugendliche führen so sehr lange Gespräche mit dem Handy, weil der Preis keine Rolle mehr spielt. Es ist erwiesen, dass langes Telefonieren Kopfschmerzen verursacht.

Nationale Beratungsstelle für Strahlenschutz: Es gibt bei den Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch innerhalb der Ärzteschaft, einen wachsenden Bedarf an zusätzlichen Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen und die verschiedenen Quellen. Eine nationale Beratungsstelle soll geschaffen werden, die über die Anwendung der Geräte und Technologien, über Gefahren und Risiken in diesem Bereich informiert und berät.

Vorsicht mit Solarien: Der Bundesrat soll die gesetzlichen Grundlagen schaffen für eine Informations- und Deklarationspflicht für Solarien. Besonders dem Kinder- und Jugendschutz ist in diesem Bereich spezifisch Rechung zu tragen. In der Schweiz muss jedes siebte Kind damit rechnen, an Hautkrebs zu erkranken. Neben Sonnenbaden stellen Solarien ein erhebliches Risiko dar. Die Leute müssen vermehrt darauf hingewiesen werden, dass der Besuch in einem Solarium ein Gesundheitsrisiko darstellt.

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