Asyl-Referendum gut gestartet
Asyl-Referendum gut gestartet
Das von den Jungen Grünen mitlancierte und vom Vorstand der Schweizer Grünen einstimmig unterstützte Referendum gegen die jüngste Asylgesetz-Revision ist gut gestartet.
So standen an der Uni Zürich die Studierenden Schlange, um unterschreiben zu können. Auch auf der Bahnhofbrücke zwischen HB und Central lief es sehr gut. Ähnliche Erfahrungen machten Junge und junggebliebene Grüne in anderen Städten dies- und jenseits des Röstigrabens.
Bereits jetzt lässt sich sagen, dass das Referendum im humanistischen Drittel dieses Landes besser ankommt, als etliche befürchtet haben. Es scheint, als hätten viele BürgerInnen im wahrsten Sinne des Wortes beherzt, was der Schriftsteller Lukas Bärfuss am 15. Juni im Tagesanzeiger schrieb: „Die Revision ist eine Schande für jeden Menschen in diesem Land, der einen Rest dessen in sich verspürt, was man früher Gewissen, Vorstellungskraft und Mitgefühl nannte.“
Auch die organisatorische Unterstützung für das Referendum ist breiter geworden. So macht die Unia einen 80‘000er Versand. Andere Gewerkschaften dürften folgen. Die WoZ, welche die Flüchtlingsfrage seit eh und je intensiv verfolgt, wird zwei Versände machen. Die GSoA, die vor allem durch die Asylverweigerung aus Gründen der Kriegsverweigerung herausgefordert ist, hat beschlossen, 5000 Unterschriften beizusteuern. Dass das Nein ein echtes Gewicht hat, bestätigte auch die Arena, wo die beiden Referendums-VertreterInnen Regula Rytz und Andreas Nufer starke Auftritte hatten.
Der gute Sammelstart ermuntert alle, die bereits begonnen haben, weiter zu machen und alle, die noch nicht begonnen haben, auf die Strassen und Plätze, an die Veranstaltungen und in die Universitäten zu gehen, um dort die nötigen und möglichen Unterschriften zu sammeln. Wegen der Weihnachtszeit und wegen der Kältemonate, in welche die Referendumsfrist fällt, ist dessen Zustandekommen trotz erfreulichem Echo kein Sonntagsspaziergang. Für uns Grüne geht es auch darum, unser Profil als die humanistische Partei der Menschenrechte und als die liberale Partei der Bürgerrechte zu bestätigen und zu bekräftigen.

