Absurde Suche nach Atommülllagern
Nur mit dem Atomausstieg vermeiden wir weiteren Müll
Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus. Sie beginnen mit dem Dach, erstellen den Rest und heben zum Schluss den Keller aus. Dabei wissen Sie nicht einmal, ob der Boden sich eignet. Absurd? Genau! Aber so suchen die NAGRA und das Bundesamt für Energie Atommülllager in der Schweiz.
Die NAGRA schlägt 20 Standorte für die so genannten Oberflächenanlagen der Atommülllager vor. In diesen Anlagen soll der Atommüll aus den Schweizer AKW für die Endlagerung vorbereitet werden – eine weitere Gefahrenquelle für radioaktive Verstrahlung.
Dabei weiss noch niemand, wo es überhaupt einmal Atommülllager in der Schweiz geben wird. Zu viele Fragen sind noch offen. Dazu gehört auch die Frage, welches der sicherste Weg ist, den tödlichen Abfall in die Tiefe zu transportieren.
Experten sind der Ansicht, dass ein Schacht am besten geeignet ist, denn dadurch würde das Wirtgestein am wenigsten beeinträchtigt. Aber was ist, wenn der Eingang oben nicht mit dem Zugang ins Atommülllager unten übereinstimmt? Dazu sagt die NAGRA lapidar, die Schachtanlagen können auch noch später festgelegt werden. Klar ist aber, dass es ein Zufall wäre, wenn die Oberflächenanlage genau am richtigen Ort über dem Atommülllager stehen würde. Und wenn der Schacht nicht in der Oberflächenanlage selbst ist, muss der radioaktive Abfall dorthin transportiert werden. Ein weiteres Sicherheitsrisiko!
Mit einem solchen Vorgehen kann die Bevölkerung nicht von einem Atommülllager überzeugt werden. Es gibt nur ein logisches Vorgehen: Zuerst den sichersten Lagerstandort im Untergrund finden und dann den optimalen Standort der Oberflächenanlage bestimmen.
Vor allem aber muss aus der Atomkraft ausgestiegen werden, damit nicht noch mehr Müll entsteht. Unterschreiben Sie daher die Atomausstiegsinitiative!

