Im Kampf gegen AKW hat es Platz für alle

30.03.2011 - Ueli Leuenberger

Wer häts erfunde?

In diesen Tagen heisst es in der Berichterstattung über die Atomdebatte immer wieder, die Grünen und die SP befänden sich in einer Art Wettkampf. Meine Partei muss sich jedoch im Kampf gegen die Atomenergie nicht gegenüber der SP profilieren, denn die SP ist die wichtigste Partnerin der Grünen. Die Grünen sind aus der Anti-AKW-Bewegung entstanden und im Engagement gegen diese gefährliche Technologie gewachsen.

 

Der Kampf gegen die AKW ist untrennbar mit den Grünen verbunden, und alle wissen das. Der Knatsch um die Vorherrschaft in diesem Kampf, der von gewissen Leuten heraufbeschworen wird, ist vollkommen deplatziert.

 

Es macht keinen Sinn herauszufinden, wer denn jetzt zuerst war. Es gibt kein Urheberrecht zu beanspruchen. Wesentlich ist, die breitestmögliche Allianz in unserem Land zu schaffen: an Informationsständen, in Versammlungen und Demonstrationen sowie im Rahmen der Unterschriftensammlung für die Atomausstiegsinitiative, welche voraussichtlich im Mai lanciert werden wird.


Im Kampf gegen die Atomenergie gibt es ganz viele Arbeitsfelder, die besetzt werden müssen – aber nicht, um sich in Szene zu setzen! Auch zu Beginn des Kampfes gegen AKW vor über 30 Jahren gab es Platz für alle: für Junge, Alte, Frauen, Männer, Grüne, Rosarote, Rote und alle anderen Farben.


Es gibt genug zu tun, um zu informieren, zu überzeugen und zu gewinnen. Die Tragödie von Fukushima zwingt uns zu handeln, und zwar schnell!
 

3 Kommentare

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Kommentare

Gut dargestellt

Super Ueli, mach dem Gerede mal ein Ende. Jeder Füdlibürger weiss, dass die Grünen seid jeher gegen AKW waren, das muss man gar nicht mehr sagen.
Aline Trede | 30.03.2011

Ausstiegs-Initiative!?

Es ist grundsätzlich gut ernuet Druck zu machen. Da Initiativen immer ein Ständemehr brauchen, dessen Erringbarkeit für linksgrün extrem schwer und selten ist, sollte der Gehalt von (Atom-)Initiativen so schmal wie möglich und so breit wie möglich gewählt werden, um den Druck aufs Parlament in Richtung eines (in-)direkten Gegenvorschlag maximal zu steigern.
Ohne den aktuell diskutierten Gehalt der 3. Atomausstiegsinitiative zu kennen, schlage ich vor, dass sich die jetzt laufende erstmals auf die gefährlichsten Altreaktoren beschränken soll; die laufen jetzt schon 40 Jahre und müssen mit klaren Zeitlimiten abgeschaltet werden; ein Text "so schnell wie möglich reicht da m.E. nicht. Ist es nicht inkohärent für die neueren 40 Jahre Maximallaufzeit zu fordern und somit für Leibstadt 2024 anzuvisisieren und für die Altreaktoren diese Laufzeit zu überschreiten. Scheint mir paradox.
Die Stillegung der AKW Gösgen und Leibstadt kann/muss mit später aufzubauendem Druck erneut thematisiert werden. Auch die Alternative einer Doppel-Initiative (aber zeitlich um ein Jahr versetzt lanciert) wäre zu prüfen.
Unser Thema in Abgrenzung zu den glp ist die Stillegung der Altreaktoren Mühleberg und Beznau.
Die Initiative soll im März 2012 eingereicht werden (verkürzte Sammelzeit!) und die Abschaltung der Altreaktoren soll innert Jahresfrist nach der Volksabstimmung erfolgen wohl leider auch erst ca.
2015, wonach dann Beznau I 46 Jahre, Beznau II 43 Jahre und Mühleberg 42 Jahre gelaufen wären.
Motto: Ausstiegs-Initiative fokussieren auf Altreaktoren (wie in D), um ein Ausstiegsgesetz zu erzwingen - gleichzeitig 4. Ausstiegsinitiatuve für Gösgen/Leibstadt aufgleisen.
Im Zweifelsfalle wäre es besser, Gösgen und Leibstadt etwas länger laufen zu lassen als die Schrottreaktoren de Kinderkrankheiten-Generation.
Ein Koalitionsbau für eine solche Volksinitiative mit den glp, SP und BDP ist m.E. einfacher als ein Konsens über die 40 Jahre Laufzeit von Gösgen und Leibstadt.
Herzlich verbunden

Reichmuth Toni | 06.04.2011

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Kirchgraber Stefan | 08.05.2011
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