Der Ausstieg ist noch nicht vollzogen!
Grüne Initiative bleibt unabdingbar
Ich bin derzeit in den Strassen und Gartenbeizen unterwegs, um Unterschriften für die Grüne Atomausstiegsinitiative zu sammeln. Ich habe viel Erfolg dabei, doch oft denken die Leute, dass der Atomausstieg inzwischen durch Bundesrat und Nationalrat definitiv beschlossen worden ist. Das ist leider nicht der Fall.
Die Atomlobby gibt sich nicht geschlagen, wie viele Indizien zeigen. So zeigen die Enthüllungen des „Tages-Anzeigers“ vom letzten Samstag einmal mehr, dass Economiesuisse und die grossen Stromkonzerne eine millionenschwere Kampagne vorbereiten, um die Projekte des Bundesrates zu torpedieren – Projekte, die der Nationalrat in seiner Sommersession bestätigt hat.
Die Kommunikationsagentur Burson-Marsteller hat eine Strategie ausgeheckt, um die künftigen Debatten zu beeinflussen: die „Energie-Dialoge“, um „offene Fragen zu beantworten“, die Bearbeitung von einzelnen Ständerätinnen und Ständeräten, eine „Studienreise“ für 60 Journalistinnen und Journalisten nach Grossbritannien, Inserate in der Presse. Alle Aktivitäten sind Pro-Atom-Propaganda.
Mit dieser Strategie soll um jeden Preis verhindert werden, dass die gefährliche Technologie verbannt wird, zumindest aus unserem Land. Eine Kriegslist, die auf der Diskreditierung der verschiedenen Massnahmen basiert, die zum Ziel haben, Energie zu sparen, die Energieeffizienz zu verbessern und das Potenzial der erneuerbaren Energien zu entwickeln.
Sie sind Gefangene ihrer Logik, viel Geld zu verdienen, und zwar immer noch und für immer mit der Atomenergie, ohne die Risiken zu bedenken. Damit sind sie eine schwere Hypothek für die Zukunft von uns allen und die der nachfolgenden Generationen.
Wir sind noch nicht aus der Atomenergie ausgestiegen ! Das Zustandekommen der Grünen Atomausstiegsinitiative bleibt entscheidend und das Unterschriftensammeln eine unabdingbare staatbürgerliche Pflicht.

