Bremsspuren… oder der Ausrutscher eines stellvertretenden Ressortleiters
Bremsspuren… oder der Ausrutscher eines stellvertretenden Ressortleiters
Der Politblog vom 27. April in der Tribune de Genève, gemeinsam gespiesen von fünf renommierten Tageszeitungen, liefert einmal mehr den Beweis, dass Journalismus nicht immer gleichbedeutend ist mit einer exakten und objektiven Berichterstattung.
Jeder und jede ist selbstverständlich frei in seiner Meinung über einen Parteipräsidenten wie mich, darf sich dabei aber nicht auf Unwahrheiten und Bewertungen berufen, die manchmal auf völliger Unwissenheit beruhen. In seinem Politblog hat Daniel Foppa, stellvertretender Ressortleiter der Rubrik Inland beim Tages-Anzeiger, zumindest einige Faux-Pas begangen. Die Grünen würden keine Fortschritte machen, lamentiert er. (Bleibt zu prüfen, ob er diesen Fortschritt wirklich möchte).
Pech gehabt… kurz nach dem Erscheinen dieses Beitrags widerlegt die politische Aktualität diese Einschätzung: Die Grünen haben seit Jahresbeginn von allen Parteien am meisten zugelegt: + 2.1%! Wer kann das überbieten? Präsident Leuenberger sei unzeitgemäss? Unfähig die Grünen zu führen ? Monsieur FauxPas liest zweifellos die Konkurrenzmedien nicht, obwohl die Sonntagszeitung und Le Matin Sonntag aus dem gleichen Mutterhaus kommen…
In verschiedenen Umfragen hätte er lesen können, dass der Präsident der Grünen der einzige Parteipräsident ist, der immer beliebter wird.
Ein einfacher Anruf bei Monsieur FauxPas bringt es ans Licht: Er hat sich über meine Leistung an der letzten DV der Grünen geäussert, obwohl er zugegebenermassen nur den Fernsehbeitrag verfolgt hat, der mich knappe 11 Sekunden gezeigt hat.
Er ignoriert, dass die Grünen Schweiz eine Initiative für eine Grüne Wirtschaft lanciert haben und die Schweizer Politik so mitprägen.
Ausserdem hat die "Kopfwäsche" bei meinen Tessiner Freunden nicht stattgefunden; die Aussagen wurden vom Tessiner Koordinator postwendend scharf dementiert (zu lesen in den Kommentaren des genannten Politblogs).
Aber hören wir auf, das Messer in der Wunde zu drehen, schliesslich ist Herr FauxPas für seine Aussage selbst verantwortlich.
Derjenige, der in seinem Blog an den Pragmatismus der Grünen appelliert, täte gut daran, über den Pragmatismus seiner redaktionellen Arbeit nachzudenken.

