Ausstieg aus dem Ausstieg kommt nicht in Frage
Mit Brennelement-Steuer Grünen Strom finanzieren
In Deutschland bahnt sich gerade ein Ausstieg aus dem Atomausstieg an. Die Laufzeiten der deutschen AKW sollen um durchschnittlich zwölf Jahre verlängert werden. Eine grosse Errungenschaft der rot-grünen Regierung unter dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder geht so den Bach runter. Begründet wird dies von der heutigen Kanzlerin Angela Merkel mit einer drohenden Stromlücke. Versüsst wird diese "Revolution der Energieversorgung" (Zitat Merkel) mit der Aussicht auf ein Auffüllen der Staatskasse mit Milliardenbeträgen dank einer Steuer auf die Brennelemente.
Die Idee einer Steuer auf Brennelemente ist nicht schlecht – im Gegenteil: Sie ist unbedingt nötig. Allerdings darf eine solche Steuer niemals dazu dienen, eine Verlängerung der Laufzeiten zu rechtfertigen. Denn AKW, die länger am Netz bleiben, behindern den Ausbau erneuerbarer Energien. Atomenergie ist ersetzbar, und zwar dank Energieeffizienz und erneuerbaren Energien!
Zukunftsträchtig sind nicht AKW, sondern Grüner Strom. Darum müssen Erträge aus einer Brennelemente-Steuer genau hier investiert werden: in die Energieeffizienz und in den Ausbau von erneuerbaren Energien.
Die Debatte in Deutschland muss uns also zu denken geben: nicht wegen dem immer wieder hinaufbeschworenen Mythos Stromlücke, sondern wegen der Atomindustrie, die ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nicht wahrnimmt und die "undank" Merkel grad ein Revival erlebt. Doch für uns Grüne ist klar: Der möglichst baldige Atomausstieg ist ein Muss, eine grüne Zukunft unsere Vision, Energieeffizienz und erneuerbare Energien der Weg dorthin.
PS. Wie jede Konsumentin und jeder Konsument auf Grünen Strom umsteigen kann, erfahren Sie unter www.gruener-strom-kein-atom.ch.
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