Her mit dem schönen Leben!
Lustvolle Demonstration für die Gleichberechtigung
8000 Personen haben am Samstag eindrücklich, bunt, friedlich, fröhlich, lustvoll und kreativ an einer nationalen Frauendemo teilgenommen – nicht nur Frauen, sondern auch ein paar Männer, Junge und Alte, SchweizerInnen und MigrantInnen. Sie alle haben „Her mit dem schönen Leben!“ gefordert.
Für jede Person bedeutet das etwas anderes, doch für die meisten heisst das Lohngleichheit, ein Ende der Gewalt, optimale Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sich zuhause und in der Öffentlichkeit sicher fühlen. Es bedeutet, keinem Klischee entsprechen zu müssen, keine Ware zu sein, über den eigenen Körper selber bestimmen zu können. Unabhängigkeit im Alter, Waffen ins Zeughaus, eine sichere Altersvorsorge und mehr Frauen in den Entscheidungsgremien. Eine Teilnehmerin sagte gegenüber TeleBärn: „Wir müssen immer wieder und immer mehr zeigen, dass wir immer noch nicht gleichberechtigt sind.“ Und ein Mann: „Wir brauchen Frauen an der Spitze der Gesellschaft, an der Spitze der Gewerkschaften, der Unternehmen, wir haben eine gute Zusammenarbeit mit den Frauen, es braucht Frauen.“
Sie sehen: Die Forderungen sind zahlreich, und der Einsatz dafür geht weiter. Wenn er so lustvoll wie am letzten Samstag gestaltet werden kann, umso besser. Doch auch im Parlament heisst es, sich weiter dafür einzusetzen. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Donnerstag: Dann können die Parlamentarierinnen und Parlamentarier die Motion von Katharina Prelicz-Huber annehmen, welche einen Ausbau von Teilzeitarbeit und Jobsharing fordert. Hoffentlich haben die Nationalrätinnen und Nationalräte den Ruf der 8000 Demo-Teilnehmenden gehört.

