Die Gletscher schmelzen

22.10.2009 - Aline Trede

10'000 Menschen fordern wahren Klimaschutz

Die Revision des CO2-Gesetzes wird in Angriff genommen. Um die dafür zuständigen Mitglieder der nationalrätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N) an ihre Verantwortung zu erinnern, hat die Klimaallianz am Montag allen Kommissionsmitgliedern Gletscherwasser und Energieriegel verteilt. Das Gletscherwasser als Symbol für die schmelzenden Gletscher dafür, dass die Mitglieder der Kommission immer daran denken, sich für das Klima einzusetzen. Die Energieriegel dafür, dass die Nationalrätinnen und Nationalräte genug Energie für die Verhandlungen und Diskussionen in der UREK haben, denn die Revision des CO2-Gesetzes wird viel zu debattieren geben.

Die Klimaallianz hat zudem die Forderungen an die Delegationen, die im Dezember an der Klimakonferenz in Kopenhagen teilnehmen werden, der Bundeskanzlei übergeben. Über 10'000 Menschen haben die grösste Schweizerfahne der Welt mit diesen Forderungen unterzeichnet. Sie haben damit ein klares Signal gegeben, dass sie in Kopenhagen Resultate sehen wollen, welche zu einem wirklichen Klimaschutz beitragen und nicht nur schönes Gerede bleiben.

Die Klimaallianz wird alles dran setzen, dass die Schweizer Delegation ein Verhandlungsmandat mit einer starken Verhandlungs- und Vermittlungsposition für Kopenhagen erhält. Ich persönlich werde in Kopenhagen auf der Strasse sein und mich lautstark für unseren Planeten einsetzen. Tut es bitte auch!

 

Bericht und Fotos der Aktion
 

5 Kommentare

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Kommentare

Etwas tun, das Andere nicht lassen

Die Forderungen der Grünen nach ehrlicherem Umsetzen der Massnahmen gegen den Klimawandel gefallen mir. Sie gehen endlich in die Richtung, wo man etwas bewirken kann: Reduktion der Emissionen UND genauere Definition des Zertifikatshandels. Die unehrliche Umsetzung des Zertifikatshandels hat in Deutschland Unmengen von landschaftsverschandelnden Windkraftwerken zur Folge gehabt. Die dafür erhaltenen Zertifikate werden umgehend in den Betrieb von Kohle und Gaskraftwerken umgesetzt. Eine direkte Investition in Massnahmen zum Schutz gegen den Klimawandel sind um Faktoren effizienter und sollten in der zukünftigen Klimadiskussion viel stärker gewichtet werden. Denn die Erwärmung des Weltklimas läuft schon seit 100 Jahren und nervöse Schnellschüsse wie Kioto werden nicht vor dem 22. Jahrhunder Wirkung zeigen. Ausserdem sollte man vielleicht auch mal die positiven Seiten des Klimwandels erwähnen. Das ist zwar unpopulär aber deswegen nicht weniger eine Tatsache. Etwas mehr Objektivität würde auch den Grünen manchmal nicht schaden. Einfach mal in Ruhe zurücklehnen, die Welt anschauen und dann die richtigen Entscheidungen treffen. Gute Vorschläge zu einem pragmatischen Vorgehen in dieser Sache habe ich im Buch "Cool down" von Bjørn Lomborg gefunden. Ist jedem Politiker dringend zu empfehlen. Vor allem denen, die dauernd den Weltuntergang herbeireden ...
Christof Merkli | 27.10.2009

@Christof Merkli

Lomborg kriegt leider die Fakten nicht auf die Reihe. Er ist deshalb eine denkbar schlechte Referenz:
http://www.lomborg-errors.dk/coolitB.htm
Andreas Kyriacou | 28.10.2009

Und noch einmal Lomberg...

Andreas Kyriacou | 28.10.2009

@Andreas Kyriacou

Das ist eben die Essenz meiner Aussage: Es gibt natürlich auch bei Lomborg Stellen, die ich nicht unterschreiben würde. Deswegen ist seine Aussage aber doch nicht total daneben. Das Schwarz-Weiss Schema - so dachte ich bisher - ist eher bei der SVP in Anwendung. Aber die Auflistung von Gegenargumenten bringt uns nicht weiter. Ich könnte hier auch eine ganze Liste von Gegenargumenten als Link hinzufügen. Zurück zur Essenz: Bitte jeweil das Ganze erfassen, Global denken und gute Einwände auch von den Gegnern ernsthaft zur Kenntnis nehmen. Sonst können wir uns ja direkt als Politiker wählen lassen ...
Christof Merkli | 29.10.2009

@Andreas Kyriacou

Das ist eben die Essenz meiner Aussage: Es gibt natürlich auch bei Lomborg Stellen, die ich nicht unterschreiben würde. Deswegen ist seine Aussage aber doch nicht total daneben. Das Schwarz-Weiss Schema - so dachte ich bisher - ist eher bei der SVP in Anwendung. Aber die Auflistung von Gegenargumenten bringt uns nicht weiter. Ich könnte hier auch eine ganze Liste von Gegenargumenten als Link hinzufügen. Zurück zur Essenz: Bitte jeweil das Ganze erfassen, Global denken und gute Einwände auch von den Gegnern ernsthaft zur Kenntnis nehmen. Sonst können wir uns ja direkt als Politiker wählen lassen ...
Christof Merkli | 29.10.2009

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