Kopenhagen wird zu Hopenhagen
Hunderte Grüne demonstrieren in Kopenhagen für ein Klima-Abkommen
Zum ersten Mal, seit die Klimaverhandlungen in Kopenhagen begonnen haben, hat mein Optimismus Überhand genommen: Als ich gestern zusammen mit weiteren rund 100'000 Personen durch die Strassen Kopenhagens zog, verwandelte sich die Stadt auch für mich in Hopenhagen. Die Stimmung war so kreativ, so friedlich, so fröhlich, dass ich gar nicht mehr Angst vor einem Scheitern der Konferenz haben mochte. Alles war auf den Beinen, Kinder und Grosseltern, Väter und Mütter, Tanten und Onkel, Singles und Paare… einfach alles.
Wir rund 20 Schweizer Grünen waren umringt von Hunderten von europäischen Grünen. Sogar aus Kanada, Neuseeland, Marokko, Brasilien, Kenia und Russland waren Grüne angereist, um für einen verbindlichen und gerechten Klimaschutz zu demonstrieren. Ihre Hoffnung auf eine Veränderung, ihre Botschaften "Fertig mit leeren Worten" und "Jetzt handeln – für Klimagerechtigkeit" trugen sie mit dem Demonstrationszug bis zum Konferenzzentrum, wo um ein verbindliches Post-Kyoto-Abkommen gerungen wird.
Aber: Das Konferenzzentrum war hermetisch abgeriegelt und verbarrikadiert. Die Verhandlungsteilnehmenden haben sich abgeschottet und feilschen hinter den Barrikaden um Treibstoffausstossmengen und Finanzhilfen beziehungsweise nichts Geringeres als die Zukunft unseres Planeten. Ob unsere Präsenz, unsere Hoffnung, die Rufe der rund 100'000 Menschen auf den Strassen von Hopenhagen bis zu ihnen durchgedrungen sind, ist ungewiss. Wir rufen und kämpfen weiter und warten gespannt auf die Ergebnisse der nächsten Verhandlungswoche.

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Die Hoffnung auf den seiden Faden
Was haben die Schweizer Grünen vor Ort für Möglichkeiten die Verhandlungen im ökologisch nachhaltigen Sinne voranzubringen? Sonst kann auch Obama nur sagen: Njet!
