Klima
Grüne Lösungen
Die Prinzipien
Die Instrumente
- Das ökologische Steuersystem
- Energieeffizienz
- Erneuerbare Energien fördern
- Förderung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehr
Ziel der Grünen Partei der Schweiz : Im Jahr 2050 soll 100 % des Energiebedarfs der Schweizerinnen und Schweizer mit erneuerbarer Energie gedeckt werden !
Verschwendung vermeiden
Um die CO2-Emissionen zu reduzieren, muss zuerst der Energiekonsum gedrosselt werden. Ein mässigerer Umgang mit dieser kostbaren Ressource kommt also an erster Stelle. Mässigung bedeutet jedoch nicht Entzug. Mässigung bedeutet vielmehr, dass wir jegliche unbedachte Verschwendung vermeiden, indem wir unsere Gewohnheiten bezüglich Ernährung, Transport und Freizeitaktivitäten umstellen.
Verfügbare Energie besser nutzen
Fast ein Drittel des heutigen Energieverbrauchs kann eingespart werden, indem wir die Leistung der elektrischen Apparate verbessern, benzinsparende Fahrzeuge kaufen, die Gebäude isolieren und auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. Dank Forschung können neue Technologien entdeckt werden, die noch mehr Leistung bringen.
Auf erneuerbare Energien setzen
Die alternativen Energien haben in den letzten Jahren geboomt. Doch die Sonne, der Wind, die Wasserkraft, die Biomasse und die Geothermie verfügen immer noch über ein enormes, unausgeschöpftes Potenzial. Dank diesem Potenzial ist es realistisch, dass wir unseren Energiekonsum bis 2050 zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien decken können. Indem in diese Sektoren investiert wird, können die Wirtschaft angekurbelt und Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die Instrumente
Das ökologische Steuersystem
Abgaben, welche die fossilen Energieträger verteuern, fördern automatisch einen gemässigteren Verbrauch – sei es bei den Gebäuden oder im Transportwesen. Bereits eingeführt worden ist in der Schweiz eine CO2-Abgabe auf Heizöl. Die Grünen fordern, dass diese Abgabe auf die Treibstoffe ausgedehnt wird. Die CO2-Abgabe ist keine Steuer, denn die Einnahmen werden der Bevölkerung in Form von Abzügen bei den Krankenkassenprämien vollumfänglich zurückerstattet. Diskutiert wird, ob ein Teil der Einnahmen in einen Fonds für energetische Gebäudesanierungen fliessen soll. Dabei könnten wiederum Investitionen in eine höhere Energieeffizienz, zum Beispiel durch die Isolation eines Zimmers, mit Steuerabzügen belohnt werden.
Energieeffizienz
Die Energieetikette, welche gute Leistungen mit einem Label versieht, erleichtert den KonsumentInnen die Auswahl. In einem zweiten Schritt sollen Apparate, die zu viel Energie verschwenden, aus dem Verkehr gezogen werden. Eine andere Möglichkeit ist, den Erwerb solcher energieverschwendenden Geräte mit dem Kauf von teuren Lizenzen zu koppeln. Grosse Fortschritte sind zudem von der Forschung zu erwarten ; dazu muss das Programm Energie Schweiz unbedingt mit mehr Mitteln gespiesen werden. Im Bereich der Gebäude und der Raumplanung müssen Programme für die energetische Sanierung gestartet werden. Systematisch müssen beim Bau von neuen Gebäuden deren Auswirkungen auf das Klima untersucht werden. Wohnungszonen müssen auf den öffentlichen Verkehr abgestimmt werden.
Für umweltverschmutzende Fahrzeuge müssen striktere Normen gelten, was die Fahrzeugbauer dazu verleiten wird, effizientere Motoren zu konstruieren.
Erneuerbare Energien fördern
Dank der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) werden Installationen für die Produktion von grünem Strom für Privatpersonen rentabel. Leider gibt es heute ein viel zu knappes Jahreskontingent, weswegen tausende Projekte nicht realisiert werden können. Die Grünen fordern die sofortige Abschaffung dieses kontraproduktiven Kontingents.
Förderung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs
Das Bahnnetz muss ausgebaut werden. In den Städten sollen die Leute dank eigenen Trolleybus- und Tramspuren dazu bewegt werden, das Auto in der Garage oder im Park-and-Ride stehen zu lassen und auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen. Velowege fördern die Fortbewegung dank Muskelkraft – eine erneuerbare Energie mit Zukunft!
