Faktenblatt: Grüne Wirtschaft und Holzprodukte

Handlungsbedarf erkennen

Dank des Schweizer Waldgesetzes wird hierzulande viel Wert auf eine nachhaltige Forstwirtschaft gelegt. Es darf nur so viel Holz aus dem Wald genommen werden wie nachwächst. Schliesslich sind unsere Wälder ein wichtiger Rückzugsort und Heimat von Tieren und Pflanzen.

Ein wesentlicher Anteil unserer Holzprodukte stammt jedoch aus dem Ausland. Im Gebäudebereich wurden im Jahr 2009 acht Mal so viele Holzprodukte importiert wie exportiert. Bei Schlafzimmermöbeln wurden drei Mal, bei Parkett fünf Mal und bei Sitzmöbeln gar zehn Mal so viel importiert wie exportiert. Unser ökologischer Fussabdruck für Holzprodukte erstreckt sich daher auch auf andere Länder.

Geht man in Schweizer Möbel-Discountern einkaufen, entdeckt man zahlreiche Hölzer aus China, Russland, Osteuropa und aus tropischen Ländern wie Vietnam und Malaysia ohne Umwelt-Labels. Bei ihnen ist eine nachhaltige Forstwirtschaft alles andere als gesichert.

Bislang besteht in der Schweiz kein Verbot für den Import von Möbeln und anderen Holzprodukten aus illegalem Einschlag. Ganz anders ist es in unseren Nachbarländern. Dort ist seit März 2013 die EU-Holzhandelsverordnung in Kraft.