Grüne Wege aus der Franken- und Ressourcenkrise Besser nachhaltig wirtschaften

Eine moderne Wirtschaft, die auf Nachhaltigkeit und technische Innovation setzt: Das fordern die Grünen heute an einer Medienkonferenz als Antwort auf die Franken- und Ressourcenkrise. 

Das heutige Wirtschaftsmodell belastet die Umwelt, ist krisenanfällig und gefährdet weltweit Arbeitsplätze und Lebensqualität. Die Vorschläge der bürgerlichen Parteien – Standortdumping, Währungsspekulation, Ressourcenverschleiss und Isolationismus – sind in der aktuellen Wirtschaftssituation Gift für die Sicherung von Arbeitsplätzen und den sozialen Frieden. Um den Wirtschafts- und Industriestandort zu stärken, braucht es neben der Stabilisierung des Frankens durch ein verbindliches Währungsziel eine ökologische Modernisierung und technische Innovation. Nur eine Wirtschaft, welche die Begrenztheit der ökologischen Ressourcen respektiert, kann langfristig erfolgreich sein.

Konkret fordern die Grünen:

  • Den ökologischen Umbau der Wirtschaft. So lassen sich Kosten sparen und nachhaltige Arbeitsplätze schaffen. Die Förderung von ressourceneffizienten Produktionsmethoden und Produkte, beispielsweise für die Kreislaufwirtschaft, ist dringend auszubauen; die Forschung ist zu stärken. Mit Anreizsystemen sollen die Unternehmen beim ökologischen Umbau unterstützt werden.
  • Mehr Lebensqualität statt Standortdumping. Ein guter Wirtschaftsstandort setzt auf eine gute öffentliche Infrastruktur, gerechte Löhne, ein gutes Bildungswesen sowie auf die Integration ausländischer Arbeitskräfte. Tiefe Unternehmenssteuern erweisen sich hier als Bumerang.
  • Fairer Handel statt Importdumping. Der internationale Handel ist für die Schweiz zentral. Die hohe Qualität von Schweizer Produkten darf aber nicht durch Billigimporte unterminiert werden. Andernfalls geraten hierzulande die Unternehmen unter Druck und die Produktion wird ins Ausland verlagert. Arbeitsplätze gehen verloren und die Transportwege werden länger und belasten die Umwelt. Es braucht daher auch für importierte Güter klare ökologische und arbeitsrechtliche Auflagen.
  • Digitalisierung für nachhaltige Innovation. Die Industrie 4.0 bietet grosse Ressourceneffizienz-Potentiale, da sich Angebot und Nachfrage viel besser aufeinander abstimmen lassen. Die Potentiale für den Werkplatz Schweiz müssen dringend unter Einbezug von Wirtschaftsverbänden, Wissenschaft, Gewerkschaften, NGOs und Datenschützern geprüft und angegangen werden.

Mit der Mindestlohninitiative im Tessin und dem Eintreten auf die Umweltschutzgesetzrevision konnten die Grünen in den letzten Wochen zwei wirtschaftspolitische Erfolge verbuchen. Unmittelbar nach der Sommersession präsentierten sie ein Vorstosspaket für nachhaltigere Investitionen. Nun ergänzen sie ihren Einsatz für eine grüne Wirtschaft mit Vorstössen zur Industriepolitik 4.0.