Maya Graf zum Forschungsprogramm über die gesundheitlichen Auswirkungen von Glyphosat

Nach dem Fungizid-Skandal beim Weinbau sollte allen klar sein: Der Bund darf sich bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln nicht länger auf die Angaben der Hersteller verlassen. Das gilt auch beim Glyphosat.

Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln durch den Bund ist nicht nur seit dem am Sonntag bekannt gewordenen Fungizid-Skandal im Weinbau mangelhaft. So haben sich in den letzten Jahren Hinweise verdichtet, dass der Wirkstoff Glyphosat und weitere Zusatzstoffe sowie deren Abbauprodukte nicht nur für Pflanzen und die Umwelt (Grundwasservergiftung), sondern auch für Menschen und Tiere gefährlicher sind als bisher angenommen. Dennoch lässt der Bund weiterhin glyphosathaltige Produkte zu und vertraut dabei einseitig den Angaben der Hersteller.Bereits haben die Grünen in Vorstössen  die Sistierung der Zulassung solcher Produkte sowie eine umfassende Langzeit-Risikoabklärung und eine Neubeurteilung des Wirkstoffes Glyphosat verlangt. Nationalrätin Maya Graf forderte heute in der WBK, dass der Bundesrat mit einem umfassenden Forschungsprogramm die Auswirkungen von Glyphosat und ähnlichen Wirkstoffen in Pestiziden auf die Gesundheit der Menschen, insbesondere der Ungeborenen, untersuchen soll.