Vorstosspaket der Grünen Fraktion zu Glyphosat und glyphosathaltigen Produkten Maya Graf zum Glyphosat

Wenn Gifte krank machen, gibt es nur eines: Sofortige Sistierung aller Glyphosat-Produkte, um endlich die Langzeitrisiken für Mensch, Tier und Umwelt umfassend abzuklären.

Die Grüne Fraktion hat heute ein Vorstosspaket zu Glyphosat und glyphosathaltigen Produkten eingereicht (siehe rechts).

In den letzten Jahren haben sich Hinweise verdichtet, dass der Wirkstoff Glyphosat und weitere Zusatzstoffe sowie deren Abbauprodukte nicht nur für Pflanzen und die Umwelt (Grundwasservergiftung), sondern auch für Menschen und Tiere gefährlicher sind als bisher angenommen. Sie stehen im Verdacht, das menschliche Hormonsystem bereits in winzigen Mengen zu beeinflussen und so bei Tieren und Menschen die Fortpflanzung und Embryonal- bzw. Fötal-Entwicklung zu stören sowie bestimmte Krebserkrankungen zu begünstigen. Unser Ökosystem ist sensibel, unsere Umwelt und somit auch unsere Gesundheit werden durch immer mehr chemische Stoffe belastet. Langzeitstudien fehlen in vielen Fällen. Es ist höchste Zeit zu handeln!

In der EU wie auch in Deutschland und Österreich und haben die Grünen bereits die Forderungen nach einer Sistierung, einer umfassenden Langzeit-Risikoabklärung und einer Neubeurteilung des heiklen Wirkstoffes Glyphosat gestellt. Die Grünen Waadt fordern, dass der Regierungsrat alles unternimmt, um den Einsatz von Glyphosat zu verhindern.

In Herbiziden wird Glyphosat weltweit am meisten gespritzt und tötet jede Pflanze ab. Auch in der Schweiz ist Glyphosat der meistverkaufte Wirkstoff und findet sich in über 70 zugelassenen Herbizid-Produkten. Die verkaufte Menge Glyphosat nimmt zu und wird auf rund 300 Tonnen jährlich geschätzt. Ausgebracht wird es im Ackerbau, in Obstanlagen, im professionellen wie privaten Gartenbau sowie auf den Gleisanlagen etc. Die Substanz kam erstmals 1974 als Wirkstoff des Totalherbizids Roundup von Monsanto auf den Markt.