Volk- und Stände sagen Ja zu Verfassungsartikel für Ernährungssicherheit Erfolg für die nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft

Die Grünen sind erfreut über das Abstimmungsergebnis zum Verfassungsartikel für Ernährungssicherheit. Die klare Zustimmung ist ein wichtiger Erfolg für die Grünen und ihre Fair-Food-Initiative. Die Fair-Food-Initiative ist aber weiterhin nötig, damit der neue Verfassungsartikel zur Ernährungssicherheit keine Absichtserklärung bleibt.

"Das Ja zum Verfassungsartikel für Ernährungssicherheit ist ein Erfolg für die Grünen. Die Fair-Food-Initiative ist der nötige nächste Schritt. Faires und gesundes Essen ist gezielt zu fördern."

Maya Graf, Nationalrätin BL

Die Bevölkerung hat sich heute mit dem Ja zum neuen Verfassungsartikel für Ernährungssicherheit zu einer nachhaltigen Land- und Ernährungswirtschaft bekannt. Ernährungssicherheit setzt voraus, dass die Produktionsgrundlagen erhalten, die natürlichen Ressourcen geschont und Mensch, Tier und Natur nicht ausgebeutet werden.

Der neue Verfassungsartikel nimmt zahlreiche Forderungen auf, für die sich die Grünen seit Jahren auf allen Ebenen mit viel Engagement einsetzen:

  • Weniger Lebensmittelverschwendung (Food Waste) sowie faire und nachhaltige Spielregeln für die grenzüberschreitenden Handelsbeziehungen («Fairer Handel statt Freihandel») sind auch zwei zentrale Forderungen der Fair-Food-Initiative der Grünen.
  • Einen besseren Schutz des Kulturlands fordern die Grünen mit mehreren kantonalen Kulturlandinitiativen und die Jungen Grünen mit der eidgenössischen Initiative «Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung (Zersiedelungsinitiative)». Die Verankerung des Kulturlandschutzes im Gegenvorschlag der Ernährungssicherheitsinitiative ist ein wichtiger Zwischenschritt für die Grünen und stärkt ihr Engagement für den Erhalt von wertvollem Kulturland.

Erster Erfolg für die Fair-Food-Initiative
Das deutliche Ja zur Ernährungssicherheit in der Bundesverfassung ist ein erster Erfolg für die Fair-Food-Initiative. Die Fair-Food-Initiative ist aber weiterhin nötig, damit der neue Verfassungsartikel keine Absichtserklärung bleibt. Die Fair-Food-Initiative nennt konkrete Massnahmen wie zum Beispiel Branchenvereinbarungen und verhindert so, dass der Entscheid von Volk und Ständen schubladisiert wird. Ausserdem fehlen im Gegenvorschlag zur Initiative des Bauernverbands wichtige Punkte wie die Förderung regionaler Landwirtschaft, Zielvereinbarungen oder die Begünstigung nachhaltiger Lebensmittel bei den Zöllen.