Keine Steuerprivilegien für Bauland in der Landwirtschaft

Hartnäckigkeit lohnt sich: Die Steuerprivilegien für Bauern, die mit dem Verkauf von Bauland aus der Landwirtschaft viel Geld verdienen, wurden abgeschmettert. Sie sind ungerecht und treiben den Kulturlandverlust an.

Louis Schelbert zum Nein des Nationalrats zur privilegierten Besteuerung von Baulandreserven der Landwirtschaft

Die Rückkehr zur privilegierten Besteuerung von Baulandreserven der Landwirtschaft hätte beim Bund und bei den Sozialwerken zu Mindereinnahmen von 400 Millionen Franken pro Jahr geführt. Ausserdem hätte sie den Verkauf eingezonter landwirtschaftlicher Grundstücke gefördert, was dem Schutz des Kulturlands widerspricht.

Die Grünen begrüssen den Entscheid des Nationalrats, auf die Wiedereinführung der privilegierten Besteuerung von Grundstücken des Anlagevermögens eines Land- oder Forstwirtschaftsbetriebs zu verzichten. Damit folgt der Nationalrat dem Ständerat, womit die Vorlage endgültig vom Tisch ist.

Die Grünen anerkennen, dass die Abschaffung der Steuerprivilegien für Bauland aus der Landwirtschaft zu Härtefällen führen kann, etwa bei der Übergabe eines landwirtschaftlichen Betriebs. Die Kantone haben aber die Möglichkeit, solche Härtefälle zum Beispiel mit einem Steueraufschub zu vermeiden.