Einreichung Referendum gegen 24-Stunden-Shopping

Mit 86’499 gesammelten Unterschriften gegen den 24-Stunden-Arbeitstag

Heute Vormittag ist das Referendum gegen den 24-Stunden-Arbeitstag eingereicht worden. Mit diesem Referendum wollen die Grünen und die Mitglieder der Sonntagsallianz eine generelle Liberalisierung der Öffnungszeiten im Detailhandel verhindern. Nacht- und Sonntagsarbeit schränkt Familienzeit ein, ist gesundheitsheitsschädigend und mindert die Lebensqualität. Der 7x24-Stunden-Betrieb von Tankstellenshops führt voraussichtlich zu einer Zunahme des motorisierten Einkaufsverkehrs und hätte negative arbeitsrechtliche Folgen für weitere Branchen.

Heute Vormittag um 10 Uhr versammelten sich die Grünen mit den anderern Organisationen der Sonntagsallianz in Bern, um die in kürzester Zeit gesammelten Unterschriften gegen den 24-Stunden-Arbeitstag bei der Bundeskanzlei zu deponieren.

Mit Salamitaktik zum 24-Stunden-Arbeitstag
Die Liberalisierung bei den Tankstellenshops ist ein erster Schritt zum 24-Stunden-Arbeitstag im Detailhandel, und ist nur die erste von mehreren radikalen Vorlagen. Die kommende Abstimmung hat deshalb Signalcharakter gegen weitere Liberalisierungen der Öffnungszeiten.

Die Grünen kritisieren namentlich, dass der 7x24-Stunden-Betrieb von Tankstellenshops voraussichtlich zu einer Zunahme des motorisierten Einkaufsverkehrs führt.

Gesundheitsschädigende Nachtarbeit
Die Organisationen der Sonntagsallianz sind überaus zufrieden mit der schnellen Unterschriftensammlung. Sie zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung nichts von der Liberalisierungszwängerei der Politik hält. Auch die Abstimmungen der letzten Jahre belegen dies: In über 90 Prozent der Urnengänge hat sich das Stimmvolk gegen die Verlängerung der Öffnungszeiten ausgesprochen. Das Verkaufspersonal ist ebenfalls klar gegen weitere Liberalisierungen – es weiss, dass seine Arbeitsbedingungen mit längeren Öffnungszeiten noch schlechter werden. Von der drohenden, gesundheitsschädigenden Nacht- und Sonntagsarbeit sind insbesondere Frauen betroffen. Negative arbeitsrechtliche Folgen hätte dies auch für weitere Branchen.

Rede von Jo Lang (pdf)

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