Fernbusse schaden Bahn und Umwelt

Es braucht keine Fernbusse in der Schweiz. Fernbusse schwächen die Bahn und führen zu Staus auf den Strassen.

Balthasar Glättli zur Zulassung von Fernbussen in der Schweiz

Die Schweiz hat in den letzten Jahren grosse Anstrengungen zur Entwicklung eines als vorbildlich anerkannten öffentlichen Verkehrssystems unternommen. Bundesrat und Parlament haben dazu umfangreiche Investitionen in den Ausbau der Bahninfrastrukturen beschlossen, welche von der Stimmbevölkerung gutgeheissen wurden. Die Zulassung von Fernbussen im Inlandverkehr stellt diese Investitionen in Frage und ist eine Geldverschwendung: Werden Fernbusse für den kommerziellen Betrieb zugelassen, werden diese nur dort verkehren, wo sie Gewinne einfahren. Auf genau diesen Strecken verdient aber auch die Bahn Geld und kann so unrentable Strecken in ländlichen Regionen querfinanzieren. Fernbusse führen somit zu einem Überangebot auf den rentablen Strecken und einem Abbau des Bahnverkehrs in den Randregionen. Fernbusse belasten zudem die ohnehin schon stark befahrenen Strassen, welche die grossen Zentren verbinden, zusätzlich. Fernbusse werden somit zu mehr Staus führen.
 
Schlecht für die Umwelt
Die Grünen lehnen Fernbusse auch ab, weil sie der Umwelt schaden: Bei gleicher Auslastung stossen Fernbusse in der Schweiz bis zu zehn Mal mehr CO2 aus als die Bahn. Fernbusse werden kaum das Umsteigen vom Auto auf den Bus fördern. Vielmehr werden Bahnkundinnen und -kunden wegen Dumpingpreisen auf die Busse umsteigen.