Elektromobilität nicht auf Kosten des Klimas fördern

Dieser Vorstoss ist ein 'Wolf im Schafspelz': Statt die Elektromobilität zu fördern, führt er zu einer klimaschädlicheren Autoflotte.

Balthasar Glättli zum Entscheid der Umweltkommission des Ständerats, die Vorschriften zum Klimaschutz bei Fahrzeugen beizubehalten

Die Umweltkommission des Ständerats lehnt die Motion „Förderung neuer CO2-freundlicher Antriebstechniken für Personenwagen ohne Subventionen“ ab. Die Grünen begrüssen diesen Entscheid.

Die Motion verlangt, dass emissionsarme Fahrzeuge bei der Berechnung der CO2-Reduktion bei Fahrzeugen wieder mehrfach gezählt werden. Dadurch würde der durchschnittliche CO2-Ausstoss der Fahrzeugflotte massiv unter den tatsächlichen Wert gedrückt. Zwar nimmt die Anzahl emissionsarmer Fahrzeuge dadurch bei den Importen zu. Gleichzeitig entsteht aber der Anreiz, mehr Fahrzeuge mit hohen CO2-Emissionen einzuführen. Die Folge: Insgesamt gibt es mehr Fahrzeuge auf den Strassen und mehr CO2 in der Luft.

Die mehrfache Gewichtung von emissionsarmen Fahrzeugen hilft bei der Markteinführung neuer Technologien, verliert aber mit der Zeit ihre Bedeutung und muss abgeschafft werden, um Fehlanreize zu verhindern. Daher werden ab 2016 alle Fahrzeuge gleich gewichtet.

Zur Förderung der Elektromobilität braucht es Planungs- und Investitionssicherheit für die Industrie, z.B. durch Setzen klarer Fristen für den Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren bei Fahrzeugen. Dies verlangt Nationalrat Balthasar Glättli in seiner Motion „Ab 2025 nur noch Autos mit Zero-Emission-Antrieb zulassen“.