Greta Gysin zur Einreichung des Referendums

Greta Gysin reist heute für die Einreichung des Referendums gegen die zweite Gotthardröhre nach Bern. Sie ist im verkehrsgeplagten Mendrisiotto aufgewachsen und hat dort mit grosser Resonanz Unterschriften gegen die zweite Röhre gesammelt. Die Bevölkerung schätzt die Lage völlig anders ein, als ihre Regierung und ihre Vertreter in Bundesbern, ist Gysin überzeugt. Im Tessiner Referendumskomitee engagierten sich auch viele bürgerlichen Politiker, unter anderem die Stadtpräsidenten von Chiasso und Mendrisio, gegen die neue Lastwagenflut aus der EU.

«Eine neue Strasse durch die Alpen bringt mehr Verkehr, vor allem Schwerverkehr, was zu grösserer Umweltbelastung und weniger Sicherheit führen wird», gibt Greta Gysin zu bedenken. «Ist der zweite Tunnel erst einmal gebaut, dann werden alle Spuren genutzt. Nur das Referendum kann dies noch verhindern.» Die Grünen haben rund 10 000 Unterschriften zum Referendum beigesteuert und werden sich in der Abstimmungskampagne stark engagieren.

Mit der Annahme der Alpeninitiative 1994 und der Ablehnung der Avanti-Initiative 2004 haben sich die Tessinerinnen und Tessiner bereits zweimal deutlich gegen eine weitere Durchlöcherung der Alpen ausgesprochen

Greta Gysin

Ich wette: Das Tessin wird Nein sagen zur 2. Röhre. Und zwar zum dritten Mal. Die Menschen südlich der Alpen freuen sich auf die Neat und wollen keine neue Lastwagenflut vor ihrer Haustür.