Bastien Girod zum Tag des Artenschutzes

Das Parlament muss endlich den Aktionsplan für die Biodiversität umsetzen, statt geschützte Tiere zum Abschuss freigeben.

Am 3. März ist der internationale Tag des Artenschutzes. In der Schweiz gerät der Schutz von Tierarten wie Wolf, Biber und Schwan zunehmend unter Druck. Die Grünen fordern das Parlament auf, Verantwortung zugunsten der geschützten Tiere zu übernehmen.

Die Schweiz soll daher vorwärts machen mit dem Aktionsplan Biodiversität! Das Parlament hatte ihn dank eines Antrags der Grünen bereits 2008 verlangt. Zwar gibt es inzwischen ein Strategie-Dokument, mit dem konkreten Aktionsplan für die Umsetzung ist jedoch frühestens diesen Sommer zu rechnen. Der Handlungsbedarf ist aber viel dringender: In der Schweiz sind mehr als ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten bedroht! Der Erhalt der Biodiversität als lebenswichtige Ressource für Mensch und Natur darf nicht weiter hinausgeschoben werden.

In der Frühjahrssession werden folgende Vorstösse zur Aufweichung des Schutzes von Tierarten behandelt:

Mittwoch, 2. März im Nationalrat:

  • Motion 15.3534 «Eine sachgerechte Regulation des Höckerschwans ermöglichen»

Mittwoch, 9. März im Ständerat:

  • Motion 14.3570 «Den Wolf als jagdbare Tierart einstufen»
  • Standesinitiative 14.320 «Wolf. Fertig lustig!»

Am Mittwoch, 9. März, behandelt der Ständerat auch eine Standesinitiative des Kantons Thurgau, welche verlangt, dass Bund und Kantone Schäden durch Biber an Infrastrukturen entschädigen. Dadurch würde die Akzeptanz des Bibers gefördert. Allerdings lehnt die vorberatende Kommission das Anliegen ab.