Die Grünen fordern eine Korrektur des bundesrätlichen Verhandlungsmandates für die UNO-Klima-Konferenz im Dezember in Paris

Das Klima-Mandat des Bundesrates ist völlig ungenügend. Die Schweiz muss ihren CO2-Ausstoss auch im Ausland senken. Alles andere ist eine ‹Milchbüchleinrechnung›.

Die Schweiz ist beim Pro-Kopf Ausstoss auf der Weltrangliste knapp im oberen Drittel. Doch das ist eigentlich ein «Klima-Bschiss». Denn die Herstellung von in die Schweiz importierter Güter schlägt in dieser Statistik nicht zu Buche. Sie wird bei den internationalen Klimabilanzen den Produktionsländern angerechnet, die somit unseren CO2-Ausstoss kompensieren müssen. Das ist nicht fair! Mittlerweile sind die Schweizer CO2-Emissionen im Ausland gleich hoch wie diejenigen im Inland. Es geht also um viel.

Die Grünen fordern den Bundesrat auf, sich in Paris für eine Korrektur dieser Ungerechtigkeit einzusetzen. Im Ausland verursachte CO2-Emissionen sollen in Zukunft an die nationalen Klimaziele angerechnet werden.

Die Grüne UREK-Delegation fordert zudem den Rückzug von Investitionen aus fossilen Energien, ein ambitionierteres Klimaziel, bessere Standards für CO2-Kompensationsprojekte, sowie einen namhaften Beitrag der Schweiz an Klimaschutzmassnahmen in den ärmsten Ländern der Welt.

Grünliberale unterstützen dringliche Debatte zum Klima
Die Grünen fordern ausserdem in der Herbstsession eine dringliche Debatte zum Klima. Die Grünliberalen haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Umweltkommission behandelt Klimamandat
Die Umweltkommission des Nationalrats behandelt heute das Verhandlungsmandat der Schweiz für die Klima-Konferenz im Dezember in Paris. Der Hitzesommer 2015 hat gezeigt, dass es höchste Zeit ist, beim Klimaschutz einen Zacken zuzulegen.