Medienkonferenz Lancierung der Kampagne «Ja zur Energiestrategie», Bern, 21. April 2017 Einheimische Energie nutzen statt teuer importieren: Geld bleibt hier!

Die Energiestrategie fördert die Energieeffizienz und die Produktion von erneuerbarer Energie in der Schweiz. Dies schafft Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Innovation im Inland und ist ein unerlässlicher Schritt Richtung ökologischer Energiepolitik, Atomausstieg und Klimaschutz. So setzt die Schweiz auf eine saubere, sichere und inländische Energieversorgung, stärkt die Versorgungssicherheit  und wird weniger Abhängig vom Ausland. Am 21. Mai 2017 stimmt das Schweizer Volk über die Energiestrategie ab.

Heute hängt die Schweizer Energieversorgung zu 75 Prozent vom Ausland ab und erfolgt zu zwei Dritteln aus fossilen Brennstoffen. Jährlich gehen im Durchschnitt 10 Milliarden Franken unter anderem in den arabischen Raum und nach Russland für Öl, Gas und Uran. Die Preise werden diktiert und eine Versorgungsgarantie gibt es nicht. Zudem findet die Wertschöpfung im Ausland statt. Dies ist klimapolitisch schlecht und volkswirtschaftlich unsinnig. Mit der Energiestrategie werden schrittweise Teile der importierten Energie eingespart, und es wird auf einheimische Energieproduktion gesetzt. Damit findet die Wertschöpfung im Inland statt – das Geld bleibt hier. Die Energiestrategie braucht es, damit die Innovation, die Arbeit und der Markt in der Schweiz gesichert sind.

Energieeffizienz erhöhen und Gebäudeprogramm weiterführen
Die günstigste Energie ist die, die erst gar nicht verbraucht wird. Eine effiziente Energieversorgung ist nur durch Innovation möglich. Die Energiestrategie unterstützt die Bevölkerung und die Wirtschaft in ihren Bestrebungen, weniger Energie zu verbrauchen. Konsumentinnen und Konsumenten profitieren direkt von Geräten mit weniger Energieverbrauch bei gleichem Komfort. Dies führt zu einer tieferen Stromrechnung und somit mehr Geld im Portemonnaie. Ein bedeutendes Sparpotenzial haben zudem die Gebäude. Nur mit der Energiestrategie läuft das erfolgreiche Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen auch nach 2019 weiter. Zudem wird die steuerliche Abzugsfähigkeit für energetische Investitionen private Hausbesitzer wesentlich verbessert. Von den Investitionen profitiert das einheimische Gewerbe und von den tieferen Kosten die Mieterinnen und Hausbesitzerinnen.

Erneuerbare Energien statt Atomenergie
Drei der fünf Schweizer Kernkraftwerke gehen in den nächsten Jahren vom Netz – mit oder ohne Energiestrategie. Die Energiestrategie hat das Ziel, diesen Strom mit inländischer Produktion statt höheren Importen zu ersetzen. Dafür wird die inländische Energieproduktion aus unseren eigenen Ressourcen Wasser, Sonne, Geothermie, Biomasse und Wind gestärkt. Dies mit einer zeitlich limitierten, marktnahen Förderung von erneuerbaren Energieanlagen. Die Schweizer Atomkraftwerke sollen noch so lange am Netz bleiben, wie sie sicher sind. Der Bau neuer Atomkraftwerke wird verboten.

Guter Kompromiss ohne brauchbare Alternative
Die Energiestrategie wird breit unterstützt und ist ein guter Kompromiss, der die Energiepolitik weiterbringt. Die Gegner haben keine Alternative und gefährden eine zukunftsträchtige und sichere Energieversorgung in der Schweiz. Ein breites Komitee aus über 150 nationalen Parlamentarierinnen und Parlamentariern setzt sich gemeinsam mit der Wirtschaft, den Umweltverbänden, den Kantonen, Städten und Gemeinden für ein Ja zur Energiestrategie am 21. Mai 2017 ein.

Überparteiliches Komitee: www.energiestrategie-ja.ch
Wirtschaftskomitee: www.es2050.ch
Umweltallianz: www.umweltallianz.ch
Jugendkomitee: www.jetzt-oder-nie.ch

Kontakt: Regula Rytz, Parteipräsidentin und Nationalrätin Grüne (BE), 079 353 86 38

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