Atomausstieg: jetzt Wahl-Versprechen halten!

Die Grünen fordern die Mitglieder des Nationalrats auf, ihre Wahlversprechen zu halten und den Atomausstieg zu beschliessen. Dazu müssen die Laufzeiten der Schweizer AKW befristet werden. Anlässlich der Nationalratswahlen 2011 hatten 137 der heute amtierenden Nationalratsmitglieder den Atomausstieg befürwortet.

 

Der Atomausstieg war im Wahljahr 2011 in aller Munde. In der Wahlhilfe Smartvote wurden daher alle Kandidierenden gefragt, ob sie den Atomausstieg befürworten. 112 der aktuellen Nationalratsmitglieder unterstützten den Atomausstieg damals klar. Weitere 25 beantworteten die Frage mit «eher Ja» (Link zum Smartvote-Dokument als PDF). Alle Mitglieder der Grünen, der SP, der GLP, der CVP sowie praktisch alle Mitglieder der BDP standen 2011 für die Energiewende ein. Und sogar bei der FDP gab es eine deutliche Mehrheit.

 

 

 

Wenn jetzt alle Ratsmitglieder ihr Wahlversprechen halten, kann der Atomausstieg im Nationalrat beschlossen werden. Wir fordern alle auf, ihr Wort zu halten und ein fixes Datum für den Ausstieg zu beschliessen!

   
 

Bastien Girod

   

 

Ohne klare Abschalttermine wird der Atomausstieg nicht gelingen #AKWUnfall. Das haben auch folgende Parteipräsidenten bereits vor Jahren erkannt:

 

 

 

Es geht nicht mehr um die Frage, ob die Schweiz ohne Atomstrom auskommt, sondern wann.


 

Christophe Darbellay, CVP
(Aargauer Zeitung, 30. März 2011)


 

 

 

Wir müssen die Laufzeiten endlich nageln.


 

Hans Grunder, BDP
(Sonntagszeitung, 13. Mai 2012)


 

 

Es muss unser Ziel sein, im Jahr 2035 atomfrei zu sein.


 

Martin Bäumle, GLP
(Sonntagszeitung, 13. Mai 2012)


 

 

Für den Ersatz der AKW braucht es in der Energiestrategie 2050 weitere Massnahmen:

  • Sparsamen Stromverbrauch fördern: Effizienz-Vorgaben für alle Netzbetreiber sowie handelbare Zertifikate für Effizienzsteigerungen (Weisse Zertifikate) bringen die Energiewende rasch voran.
  • Den Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Photovoltaik, vorantreiben: Heute sind bereits so viele realisierbare Projekte in der Pipeline, dass die Uralt-AKW Beznau und Mühleberg ersetzt werden könnten. In der Energiestrategie 2050 müssen endlich die nötigen Fördergelder freigegeben werden. #KEV #Warteliste

Die Energiewende lohnt sich nicht nur für die Umwelt. Auch die Wirtschaft profitiert: Die Energiewende schafft neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung in zukunftsgerichteten Branchen und macht die Schweiz wieder zu einer Pionierin in Sachen Energie. #GrüneWirtschaft

 

Links:

Weitere Informationen:

Bastien Girod, Vizepräsident, Nationalrat ZH, Mitglied UREK, 079 217 73 06

Balthasar Glättli, Fraktionspräsident, Nationalrat ZH, 076 334 33 66

Urs Scheuss, Fachsekretär, 078 795 91 83